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Schwangerschaftsanzeichen in den ersten vier Wochen


Ein kleines Wunder geschieht: In deinem Körper entsteht neues Leben. Die ersten vier Wochen einer Schwangerschaft sind die aufregendsten, weil die ersten Schwangerschaftsanzeichen nicht immer eindeutig sind. Während manche Frauen schon früh spüren, dass eine Empfängnis stattfand, bleiben Hinweise bei anderen Schwangeren aus. Gerade wenn der Kinderwunsch sehr groß ist, gilt es, die Schwangerschaftsanzeichen genau zu überprüfen – denn die ersten Symptome einer Schwangerschaft sind noch keine sicheren Zeichen.
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Erste Schwangerschaftsanzeichen

  • Fünf bis zehn Tage nach der Empfängnis: Wenn die befruchtete Eizelle in der Gebärmutter ankommt, weisen mitunter der Einnistungsschmerz, eine leichte Blutung oder ein leichtes Ziehen auf die Schwangerschaft hin. Der Embryo hat zu diesem Zeitpunkt die Größe eines Stecknadelkopfs. Ein Schwangerschaftstest aus der Apotheke fällt zu diesem Zeitpunkt nicht immer positiv aus. Zwar produziert dein Köper bereits das Schwangerschaftshormon hCG, aber die Menge reicht oft noch nicht für einen Test. 
  • Ab der dritten Woche: Die Mutterbänder beginnen sich zu dehnen und deine Gebärmutter wächst – das kann sich mit Ausfluss oder leichten Schmerzen bemerkbar machen. Auch die morgendliche Übelkeit, nicht selten mit Erbrechen, setzt dann bei manchen Schwangeren ein. Im ersten Drittel der Schwangerschaft sind davon etwa 80 Prozent der Frauen betroffen. Zurückzuführen sind die Symptome auf das Schwangerschaftshormon hCG.

Weitere körperliche Anzeichen in den ersten Wochen


Nicht alle Frauen erleben erste Schwangerschaftsanzeichen, manche merken lange gar nichts.

Viele Frauen berichten jedoch von diesen frühen Schwangerschaftssymptomen:
  1. Spannungsgefühl in der Brust: Die Brüste schwellen leicht an – dies führt bei manchen Schwangeren zu einem Spannungsgefühl und berührungsempfindlichen Brustwarzen, die sich nicht selten auch dunkel färben.
  2. Spotting: Es handelt sich dabei um leichte Schmierblutungen infolge der Einnistung. Die Einnistungsblutung ist normalerweise geringer und heller als die Regelblutung – wird aber mitunter dennoch damit verwechselt. 
  3. Vermehrter Ausfluss: Auch über die Einnistung hinaus haben manche Schwangeren einen geruchlosen milchigen Ausfluss. Zurückzuführen ist dies auf die stärkere Durchblutung der Gebärmutter.
  4. Unterleibsschmerzen: Viele Schwangere haben in den ersten Wochen Unterleibskrämpfe, die an Menstruationsschmerzen erinnern. Ursache ist die Gebärmutter, die sich neu ausrichtet – wobei es noch keine Stützwirkung durch die Beckenknochen gibt. Die Mutterbänder, der Halteapparat des Uterus, sind durch vermehrte Durchblutung außerdem stärker gefordert. Darüber hinaus verspüren manche Schwangeren einen vermehrten Harndrang.
  5. Erschöpfung: Im Körper der werdenden Mama geht viel vor. Der Hormonhaushalt und der Stoffwechsel stellen sich auf die Schwangerschaft ein. Viele Frauen fühlen sich müde und erschöpft – ein Zustand, der oft bis zur zwölften Schwangerschaftswoche andauert.
  6. Schwindel: Durch den Plazentaaufbau kommt es zu einer Blutdruckabsenkung, die bei einigen Schwangeren Schwindel auslöst.
  7. Stärkere Durchblutung: Das Gefäßsystem ist stark durchblutet, die venöse Spannung nimmt ab. Dadurch bekommen Schwangere weiche Gesichtszüge und eine rosige Haut. Familie und Freunden fällt häufig in den ersten Wochen auf, dass die werdende Mama immer hübscher wird. Eine erhöhte Herzfrequenz löst gelegentlich Herzklopfen aus. 
  8. Speichelfluss: Viele Frauen haben zu Beginn ihrer Schwangerschaft vermehrten Speichelfluss. Dies geht häufig mit morgendlicher Übelkeit einher, kann aber auch separat auftreten.
  9. Hungergefühl: Heißhunger auf bestimmte Nahrungsmittel (Strichwort „Essiggurke“) ist ein häufiges Phänomen der frühen Schwangerschaft. Hier machen sich der höhere Energiebedarf sowie die Hormonumstellung bemerkbar, die auch den Geschmack beeinflusst. Schwangere haben plötzlich Appetit auf ungewöhnliche Speisenkombinationen oder Ekel vor bestimmten Lebensmitteln. Raucherinnen vergeht mitunter die Lust auf die Zigarette. 
  10. Stimmungsschwankungen: Die Hormonveränderung treibt die Schwangere zwischen den Polen „himmelhochjauchzend“ und „betrübt“ hin und her. 

Was passiert mit dir als werdende Mama in den ersten Schwangerschaftswochen?


Die Regelblutung bleibt aus und du machst einen Schwangerschaftstest. Fällt dieser positiv aus, ist in deinem Körper bereits viel passiert. Seit der Einnistung des Eis wird das Hormons hCG produziert. Das Schwangerschaftshormon bewirkt, dass dein Körper die Hormone Östrogen und Progesteron vermehrt ausschüttet. Dein Stoffwechsel stellt sich langsam um.

Wenn du es bemerkst, bist du schon eine ganze Weile schwanger. Als Beginn der Schwangerschaft gilt der erste Tag der vorherigen Regelblutung – ein Zeitpunkt, an dem du noch nicht schwanger warst. Aber der reguläre Zyklus hatte deinen Körper bereits, wie jeden Monat, auf eine Empfängnis vorbereitet: Das Ei bewegte sich nach dem Eisprung in Richtung Gebärmutter, wo es auf eine Samenzelle des angehenden Papas traf – der magische Moment der Lebensentstehung.

Nach der üblichen Berechnungsmethode beginnt die Schwangerschaft bereits zwei Wochen vor der Empfängnis, also der tatsächlichen Befruchtung.

Erste Schwangerschaftswochen: Wie entwickelt sich dein Baby?


Als deine Eizelle mit einem Spermium verschmolz, setzte die Entwicklung deines Babys ein. Zu Beginn ist diese langsam – erst nach dreißig Stunden findet die erste Zellteilung statt. Danach geht es rasanter weiter. Sämtliche Zellen des Embryos teilen sich nun alle zwanzig Stunden – bis zur Geburt.

Das Geschlecht deines Babys wurde im Moment der Empfängnis festgelegt. Die Eizelle liefert dafür das X-Chromosom, während die Samenzelle entweder ein X- oder ein Y-Chromosom beisteuert. Bei einer XX-Kombination entsteht ein Mädchen, verschmelzen X und Y miteinander, wird es ein Junge.

Nach der Einnistung des Eis beginnt sich die Plazenta auszuformen, auch Mutterkuchen genannt, die den Embryo ernährt. Während der vierten Schwangerschaftswoche bildet sich in einer Hautblase schließlich noch das Fruchtwasser, in dem der Embryo von nun an „geborgen“ ist.

In den Zellschichten des Embryos sind alle Bestandteile des menschlichen Organismus angelegt. Es gibt Zellschichten, die sich zu einem Nervensystem entwickeln, andere bilden das Knochengerüst, die Muskulatur, Haut, Haare, Zähne, Augen und innere Organe. Dieses enorme Entwicklungspotenzial birgt ein winziger Zellknäuel, der gerade mal ein bis zwei Millimeter groß ist.
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Nach vier Wochen: dein erster Arztbesuch

Die ersten vier Wochen sind vielleicht die aufregendsten deiner Schwangerschaft. Nach einem positiven Test folgt der Arztbesuch, der dir Gewissheit bringt. Der Arzt bestätigt die Schwangerschaft und stellt deinen Mutterpass aus. Über einen Urintest lässt sich eine Schwangerschaft erst zwei Wochen nach der Befruchtung feststellen. Ein Arzt ist durch eine Blutuntersuchung dazu nach sechs bis neun Tagen in der Lage. Insbesondere wenn du und dein Partner aktiv eine Familie plant, bekommt ihr bei deinem Arzt schon sehr früh Gewissheit.

Bei der Untersuchung lassen sich weitere Schwangerschaftsanzeichen feststellen. Dazu gehören eine vergrößerte Gebärmutter und ein verhärteter Muttermund mit Schleimpfropfen. Via Ultraschall ist erst ab der fünften Woche die Schwangerschaft zu erkennen.

Wohlfühlen in der Schwangerschaft

Nach der Empfängnis stehen deinem Körper anstrengende Wochen bevor. Du bist überglücklich, aber dein Organismus leistet jetzt Enormes. Tu ihm Gutes und verwöhne dich ein bisschen.

Diese Schwangerschafts-Tipps helfen dir dabei:

  • Nimm während deiner Schwangerschaft kleinere Mahlzeiten zu dir und achte auf regelmäßige Essenszeiten. So vermeidest du, dass dein Blutzuckerspiegel allzu stark sinkt, was zu Heißhunger und Sodbrennen führen würde. Je größer dein Baby wird, desto mehr Platz wird es beanspruchen. Dein Magen wird dir die kleineren Portionen danken.
  • Achte in der Schwangerschaft auf deine Zähne, damit der Spruch „Jedes Kind ein Zahn“ sich nicht bewahrheitet. Aufgrund der vermehrten hCG-Konzentration verändert sich nämlich der pH-Wert in deinem Mund. Das kann zu Entzündungen führen, vor allem Zahnfleisch und Zahnbett sind betroffen. Beuge mit akribischer Mundhygiene vor.
  • Gegen Schlaflosigkeit und innere Unruhe helfen Kräutertees – oder warme Milch mit Honig.
  • Viele Schwangere haben mit schweren Beinen, Wassereinlagerungen oder gar Krampfadern zu kämpfen. Gönn dir ab und zu eine Pause und lagere die Beine hoch. Massage, Stretching oder Wechselduschen sind Wellnessanwendungen, die deinen Beinen guttun. 

Die richtige Ernährung in der Schwangerschaft

Wenn du schwanger bist, dann isst du sprichwörtlich für zwei. Alles, was dein Körper zu sich nimmt, gerät auch in den Blutkreislauf deines Babys. Mach dir also beizeiten über eine gesunde Ernährung in der Schwangerschaft Gedanken. Davon profitiert dein Körper genauso wie dein Baby.

Prinzipiell dürfen Schwangere wie bisher alles essen, du darfst dir also eine ausgewogene und abwechslungsreiche Kost gönnen.

Es gibt jedoch ein paar Lebensmittel, die während der Schwangerschaft mit Vorsicht zu genießen sind:

  • Unverarbeitete und rohe Nahrungsmittel: Verzichte jetzt lieber auf Rohmilch und Rohmilchprodukte, denn diese Lebensmittel können Listerien enthalten. Rohes Fleisch ist ebenfalls tabu, weil sich darin unter Umständen Toxoplasmose-Erreger befinden. Wasch Obst und Gemüse sorgfältig und gare Fleisch immer gut durch.
  • Leber: Weil Leber viel Vitamin A enthält, ist sie im ersten Drittel der Schwangerschaft nicht zu empfehlen. Ein Zuviel dieses Vitamins kann dem Embryo schaden.
  • Kaffee: Trink koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Schwarztee oder Cola nur in Maßen. Ansonsten könnte dein Baby mit einem geringeren Geburtsgewicht zur Welt kommen. Bis zu drei Tassen Kaffee am Tag gelten jedoch als unbedenklich.
  • Lakritze: Falls du Lakritze liebst, sei damit in der Schwangerschaft zurückhaltend. Lakritze enthält Glycyrrhizin, das Auswirkungen auf dein Baby haben kann. 100 Milligramm pro Tag sind die Obergrenze für dich als Schwangere. Das entspricht einer Menge von 100 Gramm Lakritze oder 50 Gramm Starklakritze.
  • Alkohol: Wenn du während der Schwangerschaft Alkohol trinkst, wird dein Baby den gleichen Alkoholpegel im Blut haben. Es gibt keine festgelegten Grenzwerte, die als unbedenklich eingestuft sind. Wissenschaftlich erwiesen ist jedoch, dass sich schon geringe Alkoholmengen auf den Embryo auswirken können. Verzichte daher lieber auf jeglichen Alkohol in der Schwangerschaft, um Schädigungen zu vermeiden.
Die Verzichtsempfehlung gilt auch für das Rauchen während der Schwangerschaft. Babys von Schwangeren, die sich daran nicht halten, haben oft ein geringes Geburtsgewicht. Darüber hinaus kann es nach der Geburt zu Entzugserscheinungen bei dem Neugeborenen kommen.

Die Folgen des Rauchens machen sich bereits im Mutterleib bemerkbar. Raucht eine Schwangere, ist der Uterus weniger gut durchblutet – darunter leiden die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung des Babys. Nikotin und Kohlenmonoxid überwinden die Plazentaschranke und gelangen direkt in den Blutkreislauf. Das Baby scheidet das Nikotin teilweise in das Fruchtwasser aus, so dass es dort sogar zu höheren Nikotinkonzentrationen als im Blut der Mama kommen kann.

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Gesund durch die ersten Wochen der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft stellt dein Körper höhere Ansprüche, diese beziehen sich jedoch weniger auf die Quantität der Nahrung als auf die Qualität. Auch wenn der Heißhunger dir etwas anderes sagt: Achte auf die Ausgewogenheit deines Speiseplans.
Als werdende Mama hast du einen erhöhten Bedarf an bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen. Die meisten dieser Stoffe nimmt dein Körper über eine ausgewogene Ernährung auf. Um eine Rundumversorgung sicherzustellen, sind Schwangerschaftsvitamine zu empfehlen.

Nimm zumindest Folsäure während der Schwangerschaft ein – die Empfehlung liegt bei 400 Mikrogramm täglich. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass dadurch die Wahrscheinlichkeit eines Neuralrohrdefekts sinkt. Des Weiteren empfehlen Experten Jod-Gaben von 100 bis 150 Mikrogram am Tag in Tablettenform. Den meisten Schwangeren fällt es schwer, ausreichend Jod über die Nahrung aufzunehmen. Frag deinen Arzt.

Für Gesundheit und körperliches Wohlbefinden sorgt während der Schwangerschaft auch eine mäßige sportliche Betätigung. Wenn du gesundheitlich nicht eingeschränkt bist und vorher schon Sport getrieben hast, spricht auch während der Schwangerschaft nichts dagegen. Körperliche Betätigung bringt zusätzlichen Sauerstoff in deinen Blutkreislauf und den deines Babys. Mit Sport lässt sich zudem Problemen wie Rückenschmerzen oder Übelkeit vorbeugen. Studien belegen, dass sportlich aktive Mamas weniger häufig einen Kaiserschnitt benötigen.

Lediglich Sportarten mit schnellen Drehungen oder harten Stopps sind in der Schwangerschaft nicht zu empfehlen. Trainiere nicht bis zur Erschöpfung und meide Sportarten mit hoher Verletzungsgefahr.

Checkliste für deine ersten Schwangerschaftswochen

Checkliste

Ich bin schwanger – Wem sage ich es wann?

Es steht fest, du bist schwanger und ihr werdet Eltern. Die wunderbare Nachricht wollt ihr natürlich gern schnellstmöglich mit Verwandten und euren Freunden teilen. In dieser sensiblen Phase der Schwangerschaft empfiehlt es sich allerdings, den Moment erst einmal in Dreisamkeit zu genießen. Sobald die 8. Schwangerschaftswoche erreicht ist und du bei der ärztlichen Untersuchung grünes Licht bekommst, steht der „freudigen Verkündung“ nichts mehr im Wege.

Fazit: eine aufregende Zeit beginnt – genießt euer Glück

Die ersten vier Wochen gehören zu den aufregendsten deiner Schwangerschaft. Die ersten Schwangerschaftsanzeichen machen sich bemerkbar und die Erstuntersuchung beim Frauenarzt steht an. Es ist an der Zeit, dass du dir über deine Ernährung Gedanken machst. Je umfassender informiert du bist, desto mehr wirst du deine Schwangerschaft genießen.

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