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Wehen

Wehen: Wie fühlen sie sich an und welche Arten von Wehen gibt es?

Jede Frau, die schwanger ist und ihr erstes Baby erwartet, fragt sich: Wie fühlen sich Wehen an? Wie kann ich Wehen erkennen? Wie schmerzhaft sind Geburtswehen? Sind die Kontraktionen der Gebärmuttermuskulatur vergleichbar mit Menstruationsschmerzen? Es ist verständlich, dass das Informationsbedürfnis groß ist.

Vorwehen, Geburtswehen, Übungswehen, Eröffnungswehen, Senkwehen, Presswehen, Frühwehen, Nachwehen: Je nach Stadium des Geburtsvorgangs und Schwangerschaftswoche fühlen sich Wehen sehr unterschiedlich an und haben auch unterschiedliche Ursachen und Funktionen. Wir erklären Ihnen, woran Sie die verschiedenen Arten von Wehen erkennen und was Sie für die Schmerzlinderung tun können – und was sichere Anzeichen dafür sind, dass es Zeit ist, Ihre Hebamme anzurufen oder in die Klinik zu fahren. 
 

was sind wehen und wie fühlen sich wehen an?

Bei Wehen zieht sich die Gebärmuttermuskulatur zusammen. Diese Kontraktion ist je nach Wehe mal mehr, mal weniger stark und damit auch unterschiedlich schmerzhaft. Die Schmerz-Bandbreite ist enorm: Sie reicht von einem kleinen, kurzen Ziehen im Bauch, in der Gebärmutter, das schnell wieder vorüber ist, bis zu starken, sich rhythmisch und wellenförmig ausbreitenden Schmerzen bei den Eröffnungs- und Geburtswehen. Viele Schwangere berichten von einer Ähnlichkeit des Schmerzes zu Menstruationsschmerzen. Der Schmerz wandert vom Brustkorb in den Schoß und zieht häufig in den Rücken. 
 

von übungswehen bis nachwehen: wehen erkennen und unterscheiden

Wehen treten nicht erst unter der Geburt auf oder kurz vorher, sondern bereits während der Schwangerschaft. Wehenart, Symptome und Funktion: Wie Sie Ihre Wehen einordnen können und wissen, was Sie zu welchem Zeitpunkt erwartet, lesen Sie im Folgenden.
 

frühwehen oder vorzeitige wehen: zeit, sich eine auszeit zu nehmen?

Frühwehen oder vorzeitige Wehen (vor der 36. Schwangerschaftswoche) treten im frühen Schwangerschaftsverlauf auf und können ein Zeichen dafür sein, dass sich die werdende Mutter übernommen hat und ausruhen sollte. Vorzeitige Wehen ähneln Menstruationsschmerzen. Der Bauch wird hart, es zieht im Unterleib, die Wehen kommen und gehen. Vorzeitige Wehen können zu einer Frühgeburt führen und sollten von einer Hebamme oder einem Arzt beobachtet und abgeklärt werden.
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übungswehen: der körper bereitet sich langsam vor 

Mit den Übungswehen (ab der 25. Schwangerschaftswoche) bereitet sich Ihr Körper nun ganz langsam auf die Geburt vor. Er „übt“ schon mal; der Bauch wird immer mal für eine recht kurze Zeit hart. Besonders schmerzhaft sind Übungswehen meist nicht, da es noch nicht sehr kraftvolle Kontraktionen sind.
 

vorwehen kurz vor der geburt

Vorwehen (ab etwa der 36. Schwangerschaftswoche) und echte Wehen zu unterscheiden, ist nicht leicht. Vorwehen treten unregelmäßig auf. Sie dauern meist nicht lange an. Wie bei allen Wehen wird der Bauch hart, die Kontraktionen der Gebärmutter ziehen in den Unterleib und strahlen in den Rücken aus. Ein hilfreicher Tipp, damit Sie wissen, ob es sich „nur“ um Vorwehen handelt: Legen Sie sich in ein warmes Bad, entspannen Sie. Aber bitte sorgen Sie dafür, dass jemand bei Ihnen ist. Lassen die Schmerzen nach, handelte es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um Vorwehen. Dann kann es noch einige Tage bis zur Geburt dauern.
 

senkwehen treten in den letzten tagen auf

Senkwehen (ebenfalls ab der 36. Schwangerschaftswoche) heißen so, weil sich der Kopf des Babys tief in das Becken der werdenden Mutter senkt. Sie treten in den letzten Tagen und Wochen vor der Geburt auf. Manche Schwangere nehmen die Senkwehen gar nicht wahr, anderen ist etwas unwohl. Einen Vorteil haben Senkwehen: Dadurch, dass das Baby tief ins Becken sinkt, fällt den meisten Schwangeren das Luftholen wieder leichter.


mit den eröffnungswehen beginnt die geburt

Mit den Eröffnungswehen beginnt die Geburt, diese folgen auf die Vorwehen. Sie sind viel kraftvoller. So kraftvoll, dass sich der Muttermund zu öffnen beginnt. Die Wehen sind nun schon deutlich stärker. Die Schmerzen lassen aber am Anfang meist noch immer eine Unterhaltung oder andere kleinere Aktivitäten zu. Die Eröffnungswehen dauern zwischen 40 und 45 Sekunden. Sie nehmen mit der Zeit an Intensität zu. Ist die sogenannte Eröffnungsphase fast beendet, so hat sich der Muttermund geöffnet. Er ist jetzt fast so groß wie der Kopf eines Babys. Die Wehen sind nun schon sehr intensiv. Sie kommen nun recht regelmäßig alle drei bis fünf Minuten und dauern rund 60 Sekunden an.
 

austreibungswehen kommen zur vorletzten phase

Austreibungswehen leiten die vorletzte Phase der Geburt ein. Nun heißt es, Geduld zu bewahren. Vielen Schwangeren kommt dieser Zeitabschnitt der Geburt viel zu lang vor. Das Baby wird nun aktiv durch das Becken der Mutter gepresst. Das kann unterschiedlich lange dauern. Die Wehen kommen nun etwa alle drei Minuten. Der Partner ist gefragt, Kraft, Trost und Zuspruch zu spenden. Aber auch die Natur hilft. Es wird jetzt viel Oxytocin ausgeschüttet. Dieses Hormon sorgt nicht nur für die nun folgenden starken Presswehen, sondern lässt auch jede Gebärende über sich hinauswachsen und alles um sich herum vergessen.
 

mit den presswehen ist die geburt fast vollendet

Mit den Presswehen ist die Geburt nun fast vollendet. Presswehen haben, das sagt schon das Wort, eine enorme Kraft. Eben die Kraft, die es benötigt, ein Baby aus dem Bauch der Mutter nach draußen in die Welt zu befördern. Presswehen sind wie ein Instinkt. Sie kommen automatisch etwa alle zwei bis drei Minuten und dauern etwa eine Minute an, bevor sie wieder abebben.

Presswehen sind ein Reflex, dem die werdende Mutter nicht entgehen kann. Der wellenförmige Schmerz, den Sie nun verspüren, fühlt sich wie ein starker Druck und eine ebenso starke Dehnung an. Viele Mütter vergleichen das Gefühl mit dem Druck, den man verspürt, wenn man auf die Toilette gehen muss. Ursache dafür ist die enorme Weitung des Geburtskanals und des Beckenbodens. Nun ist es auch schon fast geschafft. Nach einigen Presswehen schiebt sich der Kopf des Neugeborenen nach draußen, die Schultern folgen – und dann, mit einem großen Schwung Fruchtwasser, der Rumpf und die Beine Ihres Babys.
 

mit den nachwehen ist die geburt geschafft

Mit den Nachwehen ist die Geburt geschafft. Denn: Die Wehen sind mit der Geburt nicht vorbei. Die sogenannten Nachwehen sind wichtig. Sie sorgen dafür, dass die Nachgeburt, die Plazenta, vom Körper abgestoßen wird. Außerdem sorgen die Nachwehen dafür, dass sich die Gebärmutter wieder zusammenzieht und so die Blutung gestoppt wird.

​​​​​​​Wer mehrere Kinder hat, weiß: Bei jedem weiteren Kind werden die Nachwehen stärker.

Der Grund: Nach jeder Geburt muss die Gebärmutter ein wenig mehr Kraft aufwenden, um sich wieder ganz zusammenzuziehen.
 

wehen erkennen: ab wann ins krankenhaus?

Diese Frage lässt sich nicht leicht beantworten. Die Faustregel lautet: In ärztliche Obhut sollten Sie sich begeben, wenn die Wehen etwa alle sieben bis zehn Minuten kommen.

Wichtiger ist jedoch: Trauen Sie Ihrem Gefühl. Wenn die Wehen regelmäßig kommen und Sie sich nicht länger zu Hause wohlfühlen, ist es Zeit, in die Klinik zu fahren. Eindeutiges Indiz ist das Austreten von Fruchtwasser. Wenn Sie spüren, dass Sie Fruchtwasser verlieren, ist es allerhöchste Zeit, dass Ihre Hebamme an Ihrer Seite ist. Ist die Fruchtblase geplatzt, ist Vorsicht geboten. Dann sollten Sie liegend in die Klinik transportiert werden.

Grundsätzlich gilt: Wenn die Geburt beginnt, folgen Sie dem Rat Ihrer Hebamme oder Ihres Arztes. Sie sind bei Ihnen, kennen sich aus und werden Ihnen helfen. Verlassen Sie sich auf diese Hilfe! Folgen Sie Ihrem Körpergefühl, bleiben Sie ruhig, atmen sie tief und regelmäßig. Sie werden sehen: Sie schaffen das – wie alle anderen Mütter vor Ihnen auch!
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wehen: das wichtigste über wehen und die verschiedenen wehenarten zusammengefasst

Vorwehen, Geburtswehen, Übungswehen, Eröffnungswehen, Senkwehen, Presswehen, Frühwehen, Nachwehen: Es gibt verschiedene Formen von Wehen. Sie alle haben ihren Sinn, und sie folgen einer bestimmten Reihenfolge. Wehen-Schmerzen machen sich durch ein starkes Druck- und Dehnungsgefühl sowie ein starkes Ziehen bemerkbar – das bis in den Rücken reicht und einem Menstruationsschmerz ähnelt. Spätestens wenn die Eröffnungs- und Austreibungswehen beginnen, ist es Zeit für die Klinik.
 

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