0
Stimmungsschwankungen in der Schwangerschaft

Stimmungsschwankungen: Schwangerschaft mit Hochs und Tiefs

Die Gewissheit, dass sie ein Kind erwarten, ist für die meisten werdenden Mütter ein Grund zur Freude. Und doch kann das Glücksgefühl von einem Moment zum nächsten in Sorge, Zweifel oder gar Traurigkeit umschlagen. Auch bemerken Sie an sich vielleicht eine erhöhte Reizbarkeit. Stimmungsschwankungen in der Schwangerschaft sind mitunter nicht nur für Sie als Schwangere, sondern auch für Ihr Umfeld nervig – aber völlig normal. Schuld sind die Hormone.
 

stimmungsschwankungen in der schwangerschaft: ab wann ist damit zu rechnen?

Sie suchen die Nähe Ihres Partners, kuscheln verliebt, und im nächsten Moment meckern Sie ihn wegen einer Lappalie an und wollen allein sein. Oder Sie lachen gemeinsam mit einer Freundin im Kino und müssen wenig später hemmungsloser als sonst weinen, weil der Film kein Happy End hat. Keine Sorge: Dieses Schwanken zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt ist kein Rückfall in die Pubertät, sondern ein Zeichen dafür, dass Ihre Schwangerschaft normal verläuft. Denn Stimmungsschwankungen gehören ebenso wie Müdigkeit und Übelkeit vor allem im ersten Trimester dazu.
 

schwangerschaft: hormone sind schuld an stimmungsschwankungen

Mit Beginn der Schwangerschaft entwickelt sich die Plazenta, auch Mutterkuchen genannt. Die Plazenta produziert zunächst zusammen mit den Eierstöcken die Hormone Östrogen, Progesteron sowie das Schwangerschaftshormon HCG. Bis die Plazenta ab dem vierten Schwangerschaftsmonat schließlich ganz die Produktion übernimmt, kann es im ersten Trimester zu einem Überschuss an Hormonen kommen. Die Schwankungen im Hormonhaushalt wirken sich auch auf Ihre Laune aus. Nicht nur der Körper, auch die Seele kommt in andere Umstände. Der Hormonhaushalt stabilisiert sich in der Regel ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel. Haben Sie dann immer noch das Gefühl, dass stimmungsmäßig vor allem Traurigkeit überwiegt, sollten Sie besser mit Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Hebamme darüber sprechen, um der Gefahr einer Depression entgegenzuwirken.
 

stimmungsschwankungen in der schwangerschaft: was hilft?

Gegen Stimmungsschwankungen in der Schwangerschaft gibt es kein Patentrezept. Und das ist vielleicht auch ganz gut so. Denn Psychologen, Hebammen und Ärzte raten dazu, der Gefühlsachterbahn freien Lauf zu lassen und Emotionen nicht krampfhaft zu unterdrücken. Das führt nur zu noch mehr Anspannung. Seine Gefühle auszuleben bedeutet natürlich nicht, bei Freude jedem um den Hals fallen zu müssen oder in einem Zustand der Gereiztheit seine Mitmenschen anzuschreien. Machen Sie Ihrem Umfeld und insbesondere dem Partner klar, dass Sie sich in einer körperlichen und seelischen Umbruchphase befinden, in der Sie Ihre Gefühle zum Teil nicht wie sonst unter Kontrolle haben. Als werdende Mutter werden Sie in der Regel von allen Mitmenschen Verständnis und Rücksicht erfahren. 

Um sich selbst besser zu fühlen, machen Sie bei einem Anflug von Trübseligkeit oder schlechter Laune am besten einen Spaziergang an der frischen Luft. Das hebt die Stimmung. Gerade im ersten Trimester können Sie sich auch immer noch sportlich betätigen. Bewegung tut gut. Zum Entspannen können Sie sich in ein gutes Buch vertiefen. Vielleicht ist auch Yoga etwas für Sie. Überhaupt helfen Hobbys dabei, von möglichen Sorgen abzulenken und innerlich zur Ruhe zu kommen. 
 

stimmungsschwankungen in der schwangerschaft: keine angst vor dem gefühlschaos

Lachen, Heulen, Wutausbrüche – alles liegt dicht beieinander, wenn die Hormone in der Schwangerschaft verrücktspielen. Das ist vor allem im ersten Trimester der Fall. Dann ist der Hormonhaushalt noch etwas durcheinander. Ab dem vierten Schwangerschaftsmonat hat sich alles eingependelt, und das Gefühlschaos legt sich. Das sollten Sie vor allem Ihrem Partner klarmachen, der sicher am meisten unter Ihrer schwangerschaftsbedingten Launenhaftigkeit zu leiden hat. Versuchen Sie jedoch nicht, Ihre emotionale Achterbahnfahrt krampfhaft zu unterdrücken. Das führt nur dazu, dass sich noch mehr Ärger, Abspannung oder auch Traurigkeit aufstaut. Überkommt Sie nach den ersten drei Monaten noch immer häufig Traurigkeit, sollten Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme darüber sprechen. Denn dauerhafte Niedergeschlagenheit könnte sich zu einer Depression entwickeln.
​​​​​​​
Ansonsten sind Stimmungsschwankungen in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft völlig normal.
 

Weitere Ratgeber zum Thema Schwangerschaft