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Gewichtszunahme in der Schwangerschaft: Das gehört einfach dazu

Herzlichen Glückwunsch – Sie sind schwanger! Nun wirbeln die Hormone einiges durcheinander, auch Ihre Essvorlieben können sich jetzt ändern. Und natürlich Ihr Gewicht. Gewichtszunahme in der Schwangerschaft ist normal und nötig. Doch den gut gemeinten Rat „du musst jetzt für zwei essen“ sollten Sie ignorieren. Wer in der Schwangerschaft wirklich doppelt so viel isst wie sonst, wird mehr zunehmen, als Mutter und Kind gut tut. Werdende Mütter brauchen im Durchschnitt zusätzlich 255 Kilokalorien pro Tag.

wie viel gewichtszunahme in der schwangerschaft ist eigentlich normal?

Ausgehend von ihrem individuellen Körpergewicht nimmt eine Frau im Schnitt zwischen zwölf und 18 Kilogramm in der Schwangerschaft zu. Dabei verläuft die Gewichtskurve in dieser Zeit nicht konstant. Im ersten Trimester, also bis zur 12. Schwangerschaftswoche, nehmen Sie erst einmal kaum zu. Erst ab dem zweiten Trimester liegt die Gewichtszunahme zwischen 1,5 und 2 Kilogramm pro Monat. Das Neugeborene macht einen relativ kleinen Teil Ihrer absoluten Gewichtszunahme aus. Schließlich hat das Baby meist nur ein Geburtsgewicht von 3.000 bis 4.000 Gramm. Die Gewichtszunahme teilt sich daher folgendermaßen auf: rund die Hälfte entfällt auf Baby, Fruchtwasser und Plazenta. Der Rest setzt sich aus Gewebswasser, vermehrtem Blutvolumen und Depotfett zusammen. Hinzu kommt, dass die Brust in der Schwangerschaft voller und bis zu 400 Gramm schwerer wird.

gewichtszunahme in der schwangerschaft: heißhunger lässt die pfunde steigen

Heißhungerattacken auf Süßes oder Saures kommen bei vielen Schwangeren vor und können ganz schön auf die Figur schlagen. Doch etwas Mäßigung ist angesagt, da bei einer überdurchschnittlichen Gewichtszunahme in der Schwangerschaft das Risiko für Mutter und Kind steigt. Auch eine zu schnelle Gewichtszunahme, das heißt mehr als 2,5 Kilogramm pro Woche, kann auf eine Gestose, also eine schwangerschaftsbedingte Krankheit, hinweisen und sollte behandelt werden.

übergewicht in der schwangerschaft kann riskant sein

Bei zu viel Pfunden kann es vor allem zu erhöhtem Blutdruck oder einem Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) kommen. Von dieser meist vorübergehenden Form des Diabetes sind auch Frauen mit Normalgewicht betroffen – bei übergewichtigen Schwangeren tritt Diabetes aber mehr als dreimal häufiger auf. Schwangerschaftsdiabetes kann unter anderem das Wachstum des Kindes beeinträchtigen. Denn durch den erhöhten Blutzuckerspiegel der Mutter wächst es zwar sehr schnell, aber Herz und Lunge können nicht ausreichend reifen. Ob ein Schwangerschaftsdiabetes vorliegt, testet Ihr Arzt zwischen der 26. und 28. Schwangerschaftswoche. Fällt die Untersuchung positiv aus – keine Panik! Mit einer Ernährungsumstellung und ausreichend Bewegung ist der Diabetes gut in den Griff zu bekommen.

bei untergewicht in der schwangerschaft auf gute ernährung achten

Viele Frauen haben Angst, zu viele Pfunde in der Schwangerschaft zuzunehmen. Einige starten deshalb mit Untergewicht in die Schwangerschaft und achten darauf, möglichst wenig zuzulegen. Für das ungeborene Kind können eine zu geringe Gewichtszunahme, zu wenige Nährstoffe und Untergewicht der Mutter gefährlich werden. Untergewicht in der Schwangerschaft erhöht das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen wie Frühgeburten oder Entwicklungsstörungen. Falls Sie schon vor der Schwangerschaft untergewichtig waren, sollten Sie nun besonders auf eine ausgewogene Ernährung achten. Stagniert in den letzten beiden Trimestern der Schwangerschaft über einen längeren Zeitraum das Gewicht gar, besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt.

gewichtszunahme in der schwangerschaft: nicht zu viel, nicht zu wenig

Eine Schwangerschaft verändert Sie, auch äußerlich. Der erhöhte Östrogenspiegel bewirkt bei vielen Schwangeren, dass die Haut schöner und die Haare voller werden. Beim Körpergewicht ist klar –Sie legen zu, und das ist gut so. Bis gegen Ende der Schwangerschaft dürfen Sie 10-18 Kilogramm mehr auf die Waage bringen. Unter 7 Kilogramm sollte die Gewichtszunahme zum Ende der Schwangerschaft jedoch nicht liegen. Durchs Stillen und einen bewegten Alltag ist es aber gar nicht so schwer, nach der Geburt des Babys die Pfunde wieder purzeln zu lassen.
 

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