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Wann geht es los? Das sind die Anzeichen der Geburt

Der Geburtstermin rückt näher und näher. Rund um die 33. bis 40. Schwangerschaftswoche können sich werdende Mütter innerlich so langsam auf den Geburtsbeginn einstellen. Die Anzeichen für die Geburt werden immer deutlicher spürbar. Doch was genau sind die körperlichen Anzeichen dafür, dass die Geburt tatsächlich losgeht? Woran erkennen werdende Eltern, dass es Zeit ist, Hebamme, Arzt und Klinik zu verständigen? Und wann reicht vorerst ein warmes Vollbad? 

die geburtsanzeichen in kürze: 

  • Schlafen fällt nun immer schwerer 
  • Appetit und Hunger lassen nach, leichte Übelkeit 
  • allgemeine Unruhe, das Gefühl, dass das Kind nun kommen kann, verstärkt sich 
  • weniger, unruhiger Schlaf, viel Müdigkeit 
  • Der Bauch sinkt tiefer. Vorteil: Das Atmen fällt wieder leichter. Jetzt aber drückt der Säugling auf Harnblase und Darm. 
  • Völlegefühl, häufiger Stuhldrang und leichter Durchfall 
  • Bauch- und Rückenschmerzen 
  • Das Baby im Bauch wird ruhiger, denn es bereitet sich ebenfalls auf die Geburt vor. 
  • erste Übungs- und Eröffnungswehen 
  • Der Schleimpfropfen, der den Muttermund und die Gebärmutter verschließt, geht ab. Es kann zu einer leichten Blutung kommen. 
  • Fruchtblase platzt (Blasensprung), Fruchtwasser geht ab.

die anzeichen für die geburt bauen sich langsam auf

Zwischen der 33. und 40. Schwangerschaftswoche wird die Schwangerschaft zunehmend beschwerlich, und die Geburtsanzeichen bauen sich langsam auf. Das Absenken des Bauchs etwa vier Wochen vor dem Geburtstermin ist das erste Anzeichen, dass sich die Geburt ankündigt. Der Grund: Der Säugling bringt sich in die Geburtsposition und sinkt kopfüber tiefer ins Becken. Der Bauch wird dabei hart und die Schwangere spürt ein Ziehen im Rücken. Doch nicht alles, was die werdende Mutter nun plagt, sind sichere körperliche Anzeichen für die Geburt. Sodbrennen beispielsweise ist ein lästiges Übel und kann die ganze Schwangerschaft über auftreten. Es ist aber kein sicheres Anzeichen für die Geburt. Auch weitere Merkmale wie zunehmende Müdigkeit, Schlafmangel, Appetitlosigkeit, vielleicht sogar Übelkeit können Anzeichen für die Geburt sein, ziehen sich bei vielen Schwangeren oft aber auch über eine längere Phase ihrer Schwangerschaft. 

eröffnungswehen: die körperlichen anzeichen für die geburt werden immer deutlicher

Um die 35. Schwangerschaftswoche klagen viele werdenden Mütter über Muskelzittern, Rückenschmerzen, Bauchschmerzen und Durchfall – erste körperliche Anzeichen der Geburt. Die Ursache: Das Baby drückt jetzt stark auf den Magen. Und jetzt beginnen auch die Kontraktionen der Gebärmutter. Viele Frauen fragen sich: Sind die Kontraktionen der Gebärmutter noch Übungswehen oder schon richtige Geburtswehen und damit echte Geburtsanzeichen, sodass die Fahrt in die Klinik ansteht? Beginnen vorzeitige Wehen bereits in der 24. Schwangerschaftswoche oder sogar früher, muss dagegen dringend etwas getan werden. Denn es besteht die Gefahr einer Frühgeburt. Erste Anzeichen für eine Frühgeburt können vorzeitige Wehen sein sowie Blutungen und ein geöffneter Muttermund.

Schwangere müssen dann unbedingt schnell einen Arzt konsultieren. Treten in den letzten Schwangerschaftstagen einer normalen, gesunden Schwangerschaft Vorwehen in unregelmäßigen Abständen auf, so ist das indes ein gutes Zeichen. Sie sind zwar auch schon recht schmerzhaft, gehen aber schnell wieder vorüber. Linderung schafft ein warmes Vollbad. Schonen Sie sich. Legen Sie sich mit einer warmen Decke und einem warmen Kräutertee auf Ihr Sofa. Lassen Sie sich verwöhnen. Jetzt stehen Sie im Mittelpunkt.

​​​​​​​Lernen Sie Entspannungstechniken und lassen Sie sich massieren. Das wird Ihnen guttun. Ein warmes Bad dient übrigens auch als Test, um zu prüfen, ob es sich bei den Kontraktionen der Gebärmutter um echte Geburtswehen handelt oder nicht: Echte Geburtswehen verstärken sich im warmen Wasser, Vorwehen lassen in der Regel nach. 

schleimpfropf, fruchtblase, blasensprung: weitere deutliche geburtsanzeichen

Von den ersten Übungs- und Eröffnungswehen bis zu dem Moment, in dem Sie Ihr Baby im Arm halten, vergehen meist viele, viele Stunden. Sie müssen sich deshalb nicht gleich hektisch bei den ersten Geburtsanzeichen auf den Weg in die Klinik machen. Ein ernstzunehmendes Anzeichen für die Geburt ist allerdings der Abgang des blutigen Schleimpfropfens, der den Muttermund und damit die Gebärmutter während der Schwangerschaft fest verschließt. Ärzte und Hebammen nennen diesen Vorgang auch „Zeichnen“. Das kann unbemerkt geschehen, oder die werdende Mutter bemerkt eine ungewöhnliche Menge Schleim. Ist der Schleimpfropf abgegangen, öffnet sich der Muttermund Stück für Stück. Das kann Stunden oder Tage dauern.

Manche Frauen spüren die Öffnung, andere nicht. Sie ist aber in jedem Fall ein eindeutiges Anzeichen für die Geburt. Wenn die Fruchtblase platzt (Blasensprung) und Fruchtwasser abgeht, ist es an der Zeit, Hebamme, Frauenarzt und Klinik zu informieren. Sitzt der Kopf des Babys noch nicht fest im Becken, ist es ratsam, sich liegend ins Krankenhaus fahren zu lassen. Bewahren Sie Ruhe. Bald werden Sie Ihr Baby im Arm halten. Übrigens: Nur etwa 3 Prozent aller Säuglinge kommen genau am errechneten Termin zur Welt.
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​​​​​Fast 95 Prozent aller Babys werden zwei Wochen früher oder später geboren. Verstreicht der errechnete Geburtstermin, ohne dass die Wehen einsetzen, leiten Ärzte die Geburt früher oder später ein. Ab wann das sinnvoll ist, wird in Fachkreisen intensiv diskutiert und hängt von der Meinung der Ärzte ab, in deren Hände Sie sich begeben. Ein Argument, warum es sinnvoll sein kann, die Geburt durch die Gabe von Medikamenten einzuleiten, ist die Annahme, dass die Plazenta nicht mehr gut arbeitet und das Baby nicht mehr ausreichend versorgt wird. 
 

erste geburtsanzeichen: das warten fällt jetzt immer schwerer 

Alle Vorbereitungen sind getroffen, die Kliniktasche ist gepackt, der Geburtsplan erstellt, das Warten fällt immer schwerer.

Hier ein paar Tipps, was Sie in den letzten Tagen tun können, um nicht ungeduldig zu werden und sich die Zeit vor den ersten Geburtsanzeichen angenehm zu vertreiben: 
  • Lassen Sie Ihren Babybauch fotografieren. 
  • Bereiten Sie den Wickeltisch und das Kinderzimmer vor. 
  • Gehen Sie zum Frisör oder zur Kosmetikerin, ins Kino oder ins Konzert. 

Dazu wird nach der Geburt erfahrungsgemäß wenig Zeit sein. 
  • Kochen Sie Gerichte, backen Sie Kuchen, die Sie einfrieren können. Dann haben Sie im Wochenbett immer etwas Leckeres parat. 
  • Bereiten Sie die Geburtsanzeige vor. 
  • Schreiben Sie Ihrem Kind einen Brief oder führen Sie Tagebuch, um diese besondere Zeit festzuhalten. 
  • Ruhen Sie sich aus und tun Sie nur, was Ihnen guttut. Genießen Sie diese Aktivitäten ganz bewusst. 

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