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Spielen mit Kindern: Das macht allen Spaß!

Hunde tun es ebenso wie Katzen oder auch Papageien. Doch keiner macht es so ausdauernd und leidenschaftlich wie der Mensch: Spielen. Es schult uns fürs Leben, dient es doch letztlich dazu, Gehirn und Körper weiterzuentwickeln. Gerade für Kinder ist Spielen der beste Weg, um sich und die Umwelt zu entdecken – und sich als Erwachsene darin zurechtzufinden. Spielen fördert nicht nur die Kreativität, sondern auch unsere emotionale Intelligenz und hilft, eigene Fähigkeiten und Grenzen kennenzulernen. Es trainiert außerdem Kraft, Geschicklichkeit, lehrt aber auch Rücksichtnahme und Flexibilität. Entwicklungspsychologen sind sich sicher: Wer als Kind nicht spielt, wird später eher zum sozialen Außenseiter.

Erwachsene spielen zwar seltener als Kinder, doch auch ihnen bringt Spielen viele Vorteile: geistige Beweglichkeit, Entspannung, Ablenkung vom Alltag. Besonders viel Spaß macht es, mit der ganzen Familie zu spielen. Lesen Sie, wie Sie mit Ihren Kindern zusammen schöne Spielstunden verbringen können und warum es andererseits wichtig ist, dass Kinder auch mal allein spielen!
 

kinderspiele: schon babys mögen unterhaltung

Wenn Sie Ihrem Baby vorsingen, es mit der Rassel oder Spieluhr beschäftigen oder auch Fingerspiele machen, ist es höchst aufmerksam – und trainiert dabei unbewusst seine Sinne. Mit sechs Monaten etwa fängt es an, sich schon selbst mit Spielsachen zu beschäftigen. Lassen Sie es ruhig mal allein spielen und toben. So lernt es, sein Interesse von sich aus auf etwas Bestimmtes zu richten. Fühlbücher und Quietschtiere oder ungefährliche Alltagsgegenstände bannen seine Aufmerksamkeit. Mit einem Jahr findet es Gefallen am Türmchenbauen – und wiederholt es ständig. Das ist gut so. Denn das Gedächtnis braucht Zeit, um Dinge zu verarbeiten und sich zu merken. Wenn Sie meinen, Ihrem Kind ständig etwas Neues bieten zu müssen, können Sie es auch schnell überfordern. Sie werden auch bemerken, dass sich Ihr Kind wunderbar in ein Spiel vertiefen kann, während Sie beispielsweise bügeln. Hauptsache, Sie sind bei diesem sogenannten Parallelspielen in der Nähe.

Mit zwei Jahren ist dann die Vorstellungskraft schon ausgereifter und ein Bauklotz wird zum Beispiel auch zum Einkaufenspielen verwendet und landet als Kartoffel im Körbchen. Bei solchen Imitationsspielen oder anderen Spielideen sind Sie als Mutter oder Vater perfekte Mitspieler. Dafür müssen Sie aber nicht alles stehen und liegen lassen und stundenlang im Kinderzimmer verweilen. Es reicht, wenn Sie in der Nähe sind und ab und zu mit Ihrem Kind darüber sprechen, was es gerade tut. 
 

mutter-vater-kind-spiele: kleinkinder schlüpfen gern in rollen

Mit etwa drei bis vier Jahren spielen Kinder auch immer öfter mit anderen Kindern. Dann werden Rollenspiele interessant, zum Beispiel das klassische Mutter-Vater-Kind-Spiel. Verkleiden gehört dazu. Doch auch alles, mit dem sich eine eigene Fantasiewelt bauen lässt (etwa mit Steckbausteinen, einem Puppenhaus oder einem Miniaturponyhof), ist jetzt interessant.
 

mit kindern spielen: grundschulkinder lieben gesellschaftsspiele

Kommt Ihr Kind ins schulfähige Alter, hält es sich bereits an Spielregeln. Jetzt zeigt es auch in der Regel großes Interesse an Gesellschaftsspielen – wo sonst, wenn nicht beim „Mensch, ärgere dich nicht“ hat es die Chance, Papa, Mama und die älteren Geschwister mal zu überflügeln? Gegen Langweile an verregneten Wochenenden hilft auf jeden Fall eine solide Spielesammlung.


spiele mit kindern: was hat pädagogischen mehrwert?

Um Kinder jenseits von Schule und Kindergarten zu fördern, setzen manche Eltern auf Lernspiele. Das kann die Konzentration oder den Umgang mit Zahlen oder Buchstaben fördern – solange es dem Kind Spaß macht und Erfolgserlebnisse bietet. Spielforschern zufolge hat aber letztlich jedes Spiel, sei es Würfeln oder Verstecken, einen Lerneffekt. So werden strategisches Denken, der Umgang mit Emotionen oder auch die Kompetenz bei Problemlösungen geschult. Vor allem warnen die Experten vor Reizüberflutung einerseits und Eingrenzung andererseits: Den höchsten pädagogischen Mehrwert hat freies Spielen. 
 

spielen mit kindern: darum ist es so wichtig 

Spielen hat eine große Bedeutung für die geistige und körperliche Entwicklung des Kindes. Es fördert Kreativität, emotionale Intelligenz, bietet die Chance, Grenzen auszutesten, sich mit anderen zu messen, lehrt aber auch Rücksichtnahme und Teamfähigkeit. Kinder versinken gern in ihrer Spielwelt. Das hilft ihnen dabei, sich mit einer Sache gänzlich vertraut zu machen oder aber auch Eindrücke aus dem Alltag zu verarbeiten. Sie sind als Eltern die liebsten Mitspieler, doch wenn Sie merken, dass das Kind sich auch gut und gern allein beschäftigt, lassen Sie ihm diese Freiheit. Reizüberflutung mit ständig neuen Spielideen macht Ihren Nachwuchs im Zweifel nur rastlos und unzufrieden. 

 

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