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Urlaub mit Baby: So reisen Eltern und Kinder entspannt

Der erste Familienurlaub mit einem Baby ist für alle Familienmitglieder ein besonderes Erlebnis. Wohin sollte die Reise am besten gehen? Ob ans Meer oder in die Berge – ihrem Kind ist das Ziel egal. Hauptsache, es ist mit Ihnen zusammen. Bei einer Fernreise per Flugzeug mit Babys gibt es jedoch Besonderheiten, die berücksichtigt werden sollten. Damit der Babyurlaub für alle entspannt und möglichst unkompliziert wird, haben wir im Folgenden einige Tipps für Sie zusammengestellt. 


Der erste Urlaub mit Baby: Wann ist ein Familienurlaub sinnvoll?

Babyurlaub ist schon mit Neugeborenen möglich. Allerdings sollten die Eltern nicht zu gestresst von der neuen Situation mit einem Kind in ihrer Mitte sein, und vor allem sollte die Mutter nicht noch unter den Nachwirkungen der Geburt leiden. Einen Trip in die nähere Umgebung macht der Säugling gut mit. Da er in den ersten drei Monaten etwa 15 Stunden Schlaf braucht und noch keinen Drang verspürt, sich viel zu bewegen, werden auch die Eltern viele Ruhephasen haben. 



Wichtig: Welches Urlaubsziel beim ersten Familienurlaub?

Das Urlausbziel sollte nicht zu weit entfernt sein. Kinderärzte raten von mehr als drei Stunden dauernden Autofahrten mit Kindern unter drei Monaten ab, da in dieser Entwicklungsphase die Wirbelsäule noch unstabil und empfindlich ist. In herkömmlichen Babyschalen sitzen die Kleinen gekrümmt, was nicht besonders rückenschonend ist. 
Von einer Flugreise mit dem Neugeborenen rät der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) gänzlich ab. Gerade in den ersten Wochen sei die Lunge des Kindes eventuell noch nicht vollständig entwickelt. Daher eignet sich das nicht für einen Familienurlaub. Kinder sollten für eine Flugreise mindestens ein halbes Jahr alt sein. Doch selbst Kleinkinder bis zum Vorschulalter würden durch die Druck- und Sauerstoffschwankungen, sehr laute Geräusche, die Änderung des Schlafrhythmus und Stress durch eine Flugreise sehr stark belastet, warnen die Mediziner. Habe ein Kind zwei Wochen vor der Flugreise eine Ohrinfektion oder Ohroperation durchgemacht, sollten Eltern außerdem sicherheitshalber die Flugfähigkeit mit dem Kinderarzt abklären. 


Flugreisen mit Babys: Das sollten Sie wissen

Ist Baby an Bord, gilt grundsätzlich: Beim Steig- und beim Sinkflug sollte das Kind auch wegen des Druckausgleichs nicht schlafen und in kurzen Abständen etwas aus dem Fläschchen zu trinken bekommen. Gegebenenfalls hilft auch ein abschwellendes Nasenspray. Während des Fluges bei Laune halten kann man das Kind mit Büchern, Mal- und Spielsachen. Wenn es schon viel Bewegungsdrang verspürt, sollten Eltern ihrem Kind vor dem Abflug Gelegenheit zum Austoben geben. 
Eltern dürfen Babynahrung, Flaschenwärmer, Windeln usw. für ihr Kind mit in die Kabine nehmen. Auf Anfrage wärmen die Flugbegleiter das Essen auch auf. 
Babys und Kleinkinder bis zwei Jahre reisen im Flugzeug auf dem Schoß eines Elternteils. Einige Fluggesellschaften bieten den speziellen Service an, das Kind in einem Babykörbchen abzulegen, welches an der Bordwand vor der ersten Reihe angebracht wird und für Kleinkinder bis acht Kilogramm genutzt werden kann.


Was ist mit dem Gepäck bei der Flugreise mit dem Baby?

Buggys und Kinderwagen werden kostenlos im Gepäckraum des Flugzeugs transportiert. Bis zum Flugzeugeingang dürfen sie mitgenommen werden. An vielen Flughäfen erhalten Eltern alternativ nach dem Einchecken einen Ersatzbuggy für die Wartezeit bis zum Abflug.
Kinder unter zwei Jahren haben in der Regel keinen Anspruch auf kostenloses Freigepäck. Spielzeug und Pflegeartikel dürfen ins Handgepäck der Eltern. 
Fliegen Sie zum ersten Mal mit Ihrem Kind, sollten Sie es anhand von Bilderbüchern oder Spielzeugflugzeugen auf die Flugreise vorbereiten. Achten Sie auch darauf, einen gültigen Reisepass für Ihr Kind dabei zu haben. Die aktuelle Reisepassregelung besagt, dass Kinder und Babys nicht mehr in den Pass der Eltern aufgenommen werden und dementsprechend einen eigenen Kinderreisepass benötigen. Diesen erhalten Sie auf Antrag im zuständigen Bürgeramt.


Urlaub mit Baby am Meer oder in den Bergen – was gibt es für Besonderheiten?

Eine Fernreise mit Babys sollte wohlüberlegt sein. Neben der Belastung durch den Flug sehen Kinderärzte Fernreisen mit Kindern zu tropischen Zielen auch aus anderen Gründen kritisch: Veränderte Tagesabläufe, ungewohnte Nahrungsmittel, Hitze und Flüssigkeitsverluste können problematisch werden. 

Kinder, die nach den gängigen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission geimpft wurden, sind zwar vor Hepatitis B geschützt. Für die meisten Reiseziele außerhalb Westeuropas ist aber auch eine Impfung gegen Hepatitis A empfehlenswert. Dafür sollte das Kind aber mindestens zwölf Monate alt sein. Je nach Reiseziel sind eventuell auch noch andere Impfungen erforderlich. Ihr Kinderarzt berät Sie dazu. 
Badeurlaub am Strand macht allen als Familienurlaub Spaß. Doch gerade für südliche Länder gilt: vorsicht vor Sonne. Gerade an der See besteht erhöhte Sonnenbrandgefahr, denn der freie Horizont sorgt für ungehinderte UVB-Strahlung. Diese ist besonders gefährlich für empfindliche Babyhaut. Kinder sollten stets eine Kopfbedeckung tragen, möglichst im Schatten bleiben und gut eingecremt werden.
Für Urlaub in den Bergen gilt: Höhen bis 1500 Meter sind auch für kleine Kinder unproblematisch. Höher hinauf sollte es allerdings nicht gehen.


Hotel, Babyhotel oder Ferienwohnung?

Und welche Hotels sind geeignet oder ist eine Ferienwohnung besser? Familienhotels oder auf besonders kleine Kinder spezialisierte Babyhotels finden sich im Angebot jedes größeren Reiseanbieters. Darüber hinaus gibt es auch Anbieter speziell für Reisen mit Babys und Kleinkindern. Grundsätzlich sind mit kleineren Kindern Appartementunterkünfte zu empfehlen, die eine Küchenzeile haben, um zwischendurch selbst für den Nachwuchs etwas zubereiten zu können. Stellen Sie sicher, dass das Hotel Ihnen ein Gitter- oder Reisebett sowie einen Hochstuhl zur Verfügung stellt. Das sollte auch eine Ferienwohnung bieten. Bei Ferienwohnungen oder –häusern sollte auch darauf geachtet werden, dass diese keine großen Sturzgefahren bergen, etwa von Treppen. 

Je nach Reiseziel lässt sich ein Urlaub mit dem Baby spontan oder auch langfristig buchen.


Wir packen das schon: Mit dieser Checkliste kommen Sie und Ihr Kind gut an 


Zur Babyausstattung gehören diese Pflegeartikeln in den Koffer: 
 
  • Gesichts- und Wundschutzcreme,
  • Sonnenmilch,
  • Zahnbürste,
  • Kinderzahncreme sowie
  • Babybadezusatz 

Das sollte im Handgepäck nicht fehlen:
 
  • Feuchttücher
  • Taschentücher
  • Ersatzschnuller
  • kleines Spielzeug
  • ein Kuscheltier oder Schmusetuch für die Reise

Diese Artikel sollten Sie ebenfalls auf der Reise griffbereit haben:
 
  • Lätzchen
  • Spucktuch
  • Flaschenwärmer
  • Plastiklöffel
  • Babynahrung
  • Getränke nebst Fläschchen oder Becher
  • Ersatzkleidung
  • ein Tagesvorrat an Windeln 

Folgendes kann erst mal nach unten ins Gepäck, um dann vor Ort ausgepackt zu werden. 
 
  • Flaschenwärmer
  • Babyfon
  • Nachtlicht
  • Sandspielzeug 
  • Schwimmflügel 

Obenauf sollten dagegen Schlafsack und Schlafanzug liegen, denn Reisen macht schließlich müde. Babynahrung und Windeln für die Ferientage können idealerweise vor Ort gekauft werden. So sparen Sie Ballast. Denken Sie auch an die Reiseunterlagen (Ausweis, Impfpass, Notrufnummern). 


Das Wichtigste für den ersten Familienurlaub mit Baby zusammengefasst

Entdecken Sie mit Ihrem Baby gemeinsam die Welt – aber stecken Sie für Ihren ersten Urlaub das Ziel nicht gleich zu hoch. Vielleicht wohnen die Großeltern etwas weiter weg und Sie beginnen erstmal mit einem mehrtägigen Familienausflug, bevor Sie gleich schon Badeurlaub im Süden buchen. Ihr Kind wird das Reisen genießen, solange Sie es tun und es das Gefühl hat, stets sicher und gut bei Ihnen aufgehoben zu sein. Wir wünschen Ihnen jetzt schon schöne Ferien!