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Erkältung bei Babys und Kleinkindern behandeln

Die „schlechte“ Nachricht gleich vorweg: Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Ihr Baby öfters mal erkältet ist. Das ist in den ersten Lebensjahren völlig normal. Die gute Nachricht aber ist: Unkomplizierte Infekte und Erkältungen stärken das Immunsystem und die Symptome lassen sich meist schnell lindern. Wie Sie Ihrem Baby bei einer Erkältung und speziell bei Schnupfen und Husten helfen können, lesen Sie hier.

Was hilft bei Husten und Schnupfen beim Baby?

Hat sich die Erkältung bei Ihrem Baby eingenistet, können Sie ihm am besten Erleichterung verschaffen, indem Sie für ausreichend frische und feuchte Luft im Kinderzimmer sorgen. Die Lufttemperatur sollte bei etwa 20 Grad liegen. Achten Sie außerdem unbedingt darauf, dass Ihr kleiner Patient ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt, damit die Schleimhäute feucht bleiben.

Hat Ihr Kind eine kleine Schniefnase, so hält der Schnupfen in der Regel drei bis fünf Tage an und ist harmlos. Doch beachten Sie: Auch erkältete Babys atmen überwiegend durch die Nase. Schwellen die Schleimhäute in den ohnehin engen Atemwegen an, bereitet Atmen Ihrem Kind große Anstrengung. Ihr Kind kann hierdurch zur Unruhe neigen.

Zum Abschwellen der Nasenschleimhäute kann eine Kochsalzlösung (1g Salz in 100 ml Wasser geben und aufkochen) angewandt werden. Ist die Kochsalzlösung abgekühlt, können Sie Ihrem Kind mehrmals täglich einen Tropfen in jedes Nasenloch geben. Herkömmliche Nasentropfen sollten Sie nur im äußerten Notfall anwenden. Geht der Schnupfen mit leichtem Fieber einher, geben Sie Ihrem Kind Erkältungstee. Viel Flüssigkeit ist während der Erkältung besonders wichtig, um den Schleim zu lösen. Unser Tipp: Ihr Baby ist noch nicht in der Lage, selbst in ein Taschentuch zu schnäuzen. Seine Nase muss daher regelmäßig abgeputzt werden. Um das Wundwerden zu verhindern, verteilen Sie eine Pflegecreme oder Vaseline um die Nasenlöcher.

„Oft geht es auch ohne fiebersenkende Mittel."

Michael Achenbach | Kinderarzt
Baby erkältet

Erkältung beim Kind - Experteninterview 

Wie können Eltern ihrem erkälteten Kind zu Hause helfen? Kinderarzt Michael Achenbach mit Antworten zu Schnupfen, Fieber und Co.

Warum haben Erkältungsviren in der kalten Jahreszeit ein leichtes Spiel? 

Michael Achenbach: Weil in schlecht durchlüfteten und beheizten Räumen eine höhere Keimzahl vorhanden ist und sich Erkältungsviren dort gut verteilen können. Darüber hinaus sind die Schleimhäute oft trocken, sodass Erreger leichter in den Körper eindringen können.

Wann sollten Eltern mit ihrem Kind zum Arzt?

Michael Achenbach: Ich empfehle kinderärztlich Rücksprache zu halten, wenn sich das Kind offensichtlich nicht wohlfühlt und man in der symptomatischen Behandlung unsicher ist. Zudem müssen Säuglinge unter drei Monaten am selben Tag zum Arzt, wenn sie mehr als 38 Grad Fieber haben. Eine Ausnahme ist, wenn die Ursache eindeutig ist, etwa aufgrund einer Impfung.

Wie sollten Eltern mit Fieber umgehen?

Michael Achenbach: Viele Eltern machen sich Sorgen, wenn ihre Kinder über 38,5 Grad Fieber haben. Das ist meist unbegründet, denn es ist eine natürliche Reaktion auf einen Infekt und eine Maßnahme des Körpers, das Immunsystem anzukurbeln. Ich empfehle deshalb, nicht vorschnell zu fiebersenkenden Mitteln zu greifen, wenn das Kind das Fieber gut aushält.

Was ist bei der Behandlung einer Erkältung noch wichtig?

Michael Achenbach: Niemals Medikamente aus der Hausapotheke ohne ärztliche Rücksprache geben! Aspirin kann beispielsweise bei Säuglingen und Kindern Organschäden verursachen und sogar zum Tod führen. Zudem sollten Eltern im ersten Lebensjahr auf die Gabe von Honig und Ahornsirup verzichten, um den sogenannten Säuglingsbotulismus zu vermeiden. Eine zugegeben seltene Krankheit, die aber meist tödlich endet. Auch manche ätherischen Öle sind gefährlich, da diese zu Atemnot führen können.

Darf ein erkältetes Kind in die Kita?

Michael Achenbach: Ein Kind mit Fieber, Husten, Hals- oder Ohrenschmerzen, starken Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall oder unklarem Hautausschlag sowie schlechtem Allgemeinbefinden gehört nicht in die Kita! Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie gelten zudem je nach Bundesland individuelle Regelungen in Bezug auf den Kita-Besuch.

Wie unterscheiden wir eine Erkältung von einer Corona-Infektion?

Michael Achenbach: Das ist schwer, denn Fieber und Husten sind auch die häufigsten Symptome einer Corona-Infektion. Zum Glück verläuft diese bei Kindern in der Regel mild. Eine generelle Testung aller Kinder mit Erkältung ist nicht notwendig. Ist ein Kind aber schwerer krank, kann eine Testung infrage kommen, ebenso wenn das örtliche Gesundheitsamt diese verlangt. In jedem Fall sollte dies mit dem behandelnden Arzt bzw. der behandelnden Ärztin abgesprochen werden.

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Hinweise

Damit die Erkältung gar nicht erst beginnt

Sie werden Ihr Kind kaum von Erkältungsviren fernhalten können, dafür aber sein Immunsystem stärken. Ein gutes und einfaches Rezept für gute Abwehrkräfte: Gehen Sie mit Ihrem Kind viel und regelmäßig an die frische Luft, sorgen Sie für ausreichend Bewegung und eine gesunde Ernährung. Wenn Ihr Kind älter wird, sollten Sie darauf achten, dass es sich regelmäßig die Hände wäscht. So sorgen Sie dafür, dass fiese Viren Ihrem Kind nicht auf den Leib rücken.

Altbewährte Hausmittel bei Erkältung: Download 

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