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      Gemüse wird auf einem Schneidebrett in der Küche vorbereitet.

      Ausgewogene Ernährung  für Kinder und Kleinkinder

      Viele Frauen gewöhnen es sich in der Schwangerschaft und Stillzeit an, mehr als zuvor auf ihre Ernährung zu achten: Für das Baby wollen sie nur das Beste. Dazu gehört auch eine ausgewogene Ernährung der Mutter. Wenn das Baby größer wird, verlagert sich der Fokus auf die Ernährung des Kindes. Wie mache ich meinem Kind nährstoffreiche Nahrung schmackhaft? Was ist für die Ernährung meines Kindes geeignet und was nicht? Wie sieht ein optimaler Speiseplan aus?

      Vom Brei zum Familientisch: Der Übergang zur Familienkost

      Viele Familien beginnen mit Beikost, wenn das Kind etwa ein halbes Jahr alt ist. Mit etwa einem Jahr sind viele Kinder so weit, dass sie – in altersentsprechenden Mengen und eventuell etwas weniger gewürzt – die Familienkost mitessen. Die Umstellung auf Familienernährung ist abgeschlossen. Wenn die Familie sich ausgewogen ernährt, entspricht diese Mischkost auch den Bedürfnissen des Kleinkindes und liefert viele wichtige Nährstoffe, die zu einer normalen Entwicklung beitragen. Wenn du mit gutem Beispiel vorangehst, wird sich dein Kind daran ein Vorbild nehmen. Es wird ebenfalls gern Obst und Gemüse essen und alles probieren wollen, was du isst.

      Eine ausgewogene Familienernährung ist die Basis für die Kinderernährung

      Die meisten Kleinkinder haben großen Spaß daran, Essen auszuprobieren. Sie sind neugierig auf neue Farben, Konsistenzen, Gerüche und Geschmacksrichtungen. Gib deinem Kind die Möglichkeit, seiner natürlichen Neugier nachzugehen. Auch wenn es in den Augen Erwachsener schnell unappetitlich wird: Ein bisschen mit dem Essen zu spielen macht jedem Kind Spaß! Die Mahlzeit wird zu einem sinnlichen Erlebnis, das für das weitere Leben Freude an ausgewogenem, vielfältigem Essen vermittelt.

      Eine ausgewogene Kinderernährung ist nicht schwer

      Wichtig ist eine vielseitige Ernährung mit frischen Zutaten, wenn möglich in Bio-Qualität und am besten von regionalen Erzeugern. Auf dem Wochenmarkt beispielsweise bekommst du frisches Obst und Gemüse in guter Qualität zu einem fairen Preis.

      Gemeinsames Einkaufen steigert die Vorfreude auf das gemeinsame Essen

      Nimm dein Kind mit auf die Einkaufstour. Lass es, wenn es dafür alt genug ist, selbst Lebensmittel mit aussuchen: Was wollen wir am Wochenende kochen? Oft dürfen Kinder bei der Lebensmittelauswahl das eine oder andere leckere Obst direkt am Stand vom Wochenmarkt naschen. Da macht der Einkauf gleich noch viel mehr Freude! Eine ausgewogene Ernährung muss dabei nicht teuer sein. Frische Zutaten sind oft günstiger als Fertigprodukte und bilden die Grundlage einer ausgewogenen Ernährung. Viele Fertigprodukte enthalten im Vergleich oft hohe Mengen an Zucker, Salz oder Fetten.

      Kind bereitet Obst auf einem Schneidebrett in einer Küche vor.

      Einfache Regeln für eine ausgewogene Kinderernährung

      Empfohlen wird für Erwachsene wie Kinder gleichermaßen eine Mischkost mit pflanzlichen und tierischen Anteilen. Sie kann dazu beitragen, den Organismus mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen.

      Eine ausgewogene Ernährung für Kinder orientiert sich bei der Lebensmittelauswahl an folgenden Regeln:

      Viel Trinken: Wasser, Mineralwasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees sind ideale Durstlöscher. Gelegentlich eine stark verdünnte Saftschorle. Unverdünnte Säfte sollten aufgrund ihres von Natur aus hohen Zuckergehalts nur in geringem Maß getrunken werden.
      Viele pflanzliche Lebensmittel: Frisches Obst und Gemüse, Vollkornprodukte wie Getreideflocken oder Vollkornbrot und andere Getreideprodukte gehören auf den Speiseplan. Sie eignen sich auch als Zwischenmahlzeit.

      • In Maßen tierische Lebensmittel: Milchprodukte (wie Milch, Käse, Joghurt, Quark) und Eier liefern Nährstoffe wie z.B. Eiweiß und Calcium. Im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung wird ein Verzehr in Maßen empfohlen.
      • Selten Fleisch- und Fischgerichte: Empfohlen werden für Kinder kleine Fleischportionen, die sich an der Größe des kindlichen Handtellers orientieren. Pro Tag sollte ein Kind nicht mehr Wurst oder Fleisch zu sich nehmen, als von seiner Handfläche abgedeckt wird. Alternativ wird bei größeren Portionen ein- oder zweimal pro Woche Fleisch als Hauptmahlzeit empfohlen, Fischgerichte einmal wöchentlich.
      • Sparsam mit stark verarbeiteten Produkten: Seien Sie zurückhaltend bei stark gesalzenen, zuckerhaltigen und fettreichen Nahrungsmitteln. Süßigkeiten und Snacks sollten nur in sehr geringem Maß genossen werden. Ein einzelnes Gummibärchen als Nachtisch ist kein Problem, eine ganze Tüte Chips oder Schoko-Kekse hingegen schon! Als Zwischenmahlzeit oder später auch als Ergänzung zum Pausenbrot eignen sich für Kinder Obststücke oder Gemüsesticks besser als Bonbons oder Salzstangen.
      • Vorsicht, Erstickungsgefahr bei Kleinkindern! Kleine, harte Lebensmittel wie Nüsse, ganze Weintrauben oder harte Bonbons können bei Kleinkindern leicht in die Luftröhre gelangen. Diese sollten erst angeboten werden, wenn das Kind sicher kauen kann, und auch dann nur unter Aufsicht.

      Worauf muss ich achten, wenn mein Kind bestimmte Lebensmittel nicht verträgt? (Laktoseintoleranz, Glutenunverträglichkeit, Allergien)

      Laktoseintoleranz und Glutenunverträglichkeit sind bei Kindern sehr selten. Falls sie bei deinem Kind nachgewiesen wurden, lass dich von deiner Kinderärztin und einer Ernährungsberatung über Möglichkeiten zur laktose- beziehungsweise glutenfreien Ernährung informieren. Wichtig ist, dass dein Kind trotz der Einschränkungen alle wichtigen Nährstoffe zu sich nimmt, die es für seine normale Entwicklung braucht.

      Bei einer Lebensmittelallergie ist es wichtig, schnell zu bestimmen, gegen welche Lebensmittel(-gruppen) genau eine Allergie besteht. Diese können für das Kind unter Umständen lebensbedrohlich sein und dürfen nicht in seine Reichweite gelangen. Alle Aufsichtspersonen (auch in der Kindertagesstätte) müssen über Allergien und notwendige Schritte im Allergiefall informiert werden.

      Kann ich mein Kind auch vegetarisch oder vegan ernähren?

      Wer selbst vegetarisch oder vegan lebt, möchte seine Kinder häufig auch gerne so ernähren. Bei Experten herrscht zu diesem Thema Uneinigkeit. Bei einer vegetarischen oder veganen Ernährung ist eine sorgfältige Planung wichtig, um Mangelerscheinungen zu vermeiden. Dies gilt vor allem für die vegane Ernährung: Hier kann es ohne sorgfältige Planung und ärztliche Begleitung zu einem Mangel an bestimmten Nährstoffen (z.B. Vitamin B12) kommen, was die normale Entwicklung beeinträchtigen kann. Lass dich deshalb auf jeden Fall ausführlich vom Kinderarzt deines Vertrauens beraten und nimm Möglichkeiten zur entsprechenden Ernährungsberatung wahr. Mehr zu vegetarischer Ernährung für Kinder.

      Erfahre Tipps gegen Picky Eater im babywelt Podcast. Jetzt reinhören:

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