rondell_erstehilfebaby

Erste Hilfe für Babys: So reagieren Sie richtig

Ein Säugling mit Atemnot oder ein Kleinkind, das einen Fremdkörper verschluckt hat – es ist nur natürlich, wenn Eltern in solchen Situationen in Panik geraten. Dennoch sollte man sich zwingen, ruhig zu bleiben, um überlegt handeln zu können und das Kind nicht noch zusätzlich in Angst zu versetzen. Dabei ist es von Vorteil, wenn Sie mit Maßnahmen für Erste Hilfe am Baby vertraut sind. Kenntnisse in Erster Hilfe für das Baby und auch für Neugeborene vermitteln entsprechende Kurse bei Rettungsdiensten. Inhaltlich geht es insbesondere um Herz-Lungen-Wiederbelebung, Beatmung und Wundversorgung sowie Maßnahmen bei Vergiftungen und Knochenbrüchen. 
Wenn Sie sich im Fall einer Verletzung Ihres Kindes von vornherein überfordert fühlen oder wenn Sie sofort erkennen, dass es sich um einen Kindernotfall handelt, zögern Sie keine Sekunde und alarmieren Sie den Rettungsdienst über die Feuerwehr (112). 
Sind Sie nicht sicher, ob Sie selbst in ein Krankenhaus oder die Kinderarztpraxis fahren sollen, können Sie sich über die bundesweite Telefonnummer 116117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes der Kassenärztlichen Vereinigung Rat holen.


Was tun bei Beulen, Platz-, Schnitt- und Schürfwunden?

Nicht jeder Sturz oder jede Verletzung, die sich Ihr Kind beim Spielen zuzieht, ist gleich ein Kindernotfall. Ein Stoß mit dem Kopf ans Tischbein mag schmerzhaft für Ihr Kind sein. Doch meist reichen in solchen Situationen ein Kühlpack (beispielsweise die altapharma Kalt-/Warmkompresse von ROSSMANN) gegen die Beule und eine ausgiebige Kuscheleinheit.
Bei einer Platzwunde, die stark blutet, sieht es meist schlimmer aus, als es ist. Hier können Sie zunächst selbst mit einem Druckverband helfen, die Blutung zu stillen. Klafft die Wunde nicht und hat das Kind nach kurzer Zeit keine Schmerzen mehr, ist ein Besuch beim Kinderarzt in der Regel nicht nötig. Ist die Wunde jedoch größer, sollten Sie sie besser medizinisch abklären lassen. Außerhalb der Sprechzeiten des Kinderarztes ist dann ein Krankenhaus aufzusuchen. Das gilt ebenfalls, wenn das Kind aus größerer Höhe, etwa vom Wickeltisch, gestürzt ist. Dann könnte eine Gehirnerschütterung vorliegen. 
Bei Schnitt- oder Schürfwunden sollten Sie die Wunde unter fließendem Wasser reinigen und anschließend desinfizieren. Oberflächliche Abschürfungen oder Schnittverletzungen heilen meist ohne Pflaster oder Verband am besten, tiefer gehende Wunden sollten mit einem Pflaster oder einer sterilen Kompresse so lange versorgt werden, bis sich Schorf gebildet hat. Lässt sich die Blutung bei einer Schnittwunde nicht stillen, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Geeignete Produkte zur Wundversorgung von Pflasterstrips bis Mullbinden gibt es von ROSSMANN in der Produktlinie altapharma.


Was tun bei Atemnot und verschluckten Fremdkörpern?

Hat ein Kind Beschwerden mit den Atemwegen, kann die Ursache dafür eine Erkältung oder Atemwegserkrankung sein. Manchmal können jedoch auch allergische Reaktionen oder verschluckte Gegenstände zu Atemnot führen. Bekommt das Kind sehr schwer Luft, besteht möglicherweise Erstickungsgefahr. In diesem Fall sollte umgehend der Notarzt alarmiert werden. 
Besteht der Verdacht, dass das Kind etwas verschluckt hat, was im Hals stecken geblieben ist, darf man es auf keinen Fall beatmen, solange der Fremdkörper die Atemwege blockiert. Hat ein Säugling etwas verschluckt, sollte er auf dem Bauch liegend bei gleichzeitiger Tieflage des Kopfes bis zu fünf feste Schläge zwischen die Schulterblätter erhalten, um den Fremdkörper zu lösen. Geschieht das nicht, rufen Sie den Notarzt und halten Sie Ihr Kind in der Zwischenzeit so an sich, dass Sie den Brustkorb am unteren Brustbein fünfmal kurz hintereinander zusammendrücken können. 
Ist das Baby rund ein Jahr alt, sollte es bei einem verschluckten Gegenstand bäuchlings auf dem Schoß liegen, während ihm mit der flachen Hand mehrfach gegen die Schulterblätter geschlagen wird. 


Was tun, wenn sich das Baby verbrannt oder verbrüht hat?

Meist führen heiße Flüssigkeiten zu Verbrühungen und Verbrennungen beim Baby. Dann muss schnell gehandelt werden: Die betroffene Hautstelle sollte fünf bis zehn Minuten mit lauwarmem Wasser gekühlt werden. Größere Verbrennungen müssen im Krankenhaus behandelt werden. 


Was tun bei Bewusstlosigkeit des Kindes?

Ist Ihr Kind bewusstlos, sollten sie sofort den Rettungsdienst alarmieren. In der Zwischenzeit legen Sie das Kind auf einer harten Unterlage in die stabile Seitenlage und öffnen den Mund leicht. Zur Atemkontrolle beobachten Sie den Brustkorb und lauschen auf Atemgeräusche. Bleibt die Atmung aus, beginnen Sie behutsam mit der Beatmung. Dazu drehen Sie das Kind auf den Rücken, legen Ihren Mund über Mund und Nase des Babys und blasen ihm sacht eine Sekunde lang Luft ein. Das wiederholen Sie fünfmal. Setzt die Atmung wieder ein, drehen Sie das Kind zurück in die Seitenlage.


Das gehört in die Hausapotheke:

-    ein Notfallset mit Pflaster, Verbandpäckchen, Mullbinde und steriler Kompresse
-    Fieberthermometer
-    Wunddesinfektionsspray
-    Wund- und Heilsalbe
-    Salbe gegen Insektenstiche
-    Saft oder Zäpfchen gegen Schmerzen und Fieber 
-    Nasentropfen oder -spray


Das Wichtigste zu Erste-Hilfe-Maßnahmen 

Hat Ihr Baby sich verletzt oder verbrüht, atmet es schwer oder wird es gar bewusstlos, so heißt es: Ruhe bewahren! Wenn Sie in Panik geraten, überträgt sich das auf Ihr Kind. Außerdem ist überlegtes und schnelles Handeln erforderlich. Ein Kurs für Erste Hilfe am Baby kann dazu beitragen, Ihnen Sicherheit bei Ihren Maßnahmen und Entscheidungen zu geben. Sind Sie mit der Notfallsituation überfordert, zögern Sie nicht und alarmieren Sie sofort den Rettungsdienst.