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Schnuller abgewöhnen - Tipps für einen sanften Abschied

Zu dem Thema ob und wie lange Kinder einen Schnuller haben, gibt es verschiedene Auffassungen. Eins ist jedoch klar: Der Abschied vom Schnuller fällt nicht leicht. Wie wird euer Kind möglichst schnell und ohne große Dramen schnullerfrei? Was unmöglich erscheint, ist oft gar nicht so schwer. Wir verraten euch, einige Tipps, wie ihr eurem Baby den Schnuller abgewöhnen können. Unser Ratgeber beinhaltet folgende Informationen zum Schnuller abgewöhnen:

Der richtige Zeitpunkt: Wann sollte man den Schnuller abgewöhnen?

Schnuller verfügen definitiv über magische Kräfte: Einerseits zaubern sie schnell ein Lächeln in die von Schmerz gequälten Gesichter der Kleinen und andererseits schonen sie das Nervenkostüm der Eltern. Eine Traumkonstellation! Was will man mehr? Doch Zahnärzte und Kieferorthopäden mahnen zur Vorsicht: Rechtzeitig den Nuckel abgewöhnen! Doch wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen? Ab welchem Alter Kinder schnullerfrei sind, bleibt allen der Erziehung der Eltern überlassen. Sinnvoll ist eine Abgewöhnung zwischen dem 2. und 4. Lebensjahr. Experten raten dazu, nach dem 8. Lebensmonat die Schnullerzeiten zu reduzieren, da das Saugbedürfnis zu diesem Zeitpunkt bereits langsam abnimmt.

Die Folgen des Nukels

Zwar werden die kleinen Sauger aus medizinischen Gründen als weniger schädlich als das Daumenlutschen angesehen, aber im Dauereinsatz können sie zu Zahnfehlstellungen beziehungsweise schlimmstenfalls zu Kieferverformungen führen. Dies ist bei Milchzähnen weniger problematisch, da sich die Vorstellung der Milchzähne innerhalb 6 Monaten nach der Entwöhnung vom Schnuller zurückbildet. Bei bleibenden Zähnen kann es jedoch dauerhaft zu einer Zahnfehlstellung kommen. Das muss grundsätzlich keine zwangsläufige Konsequenz sein, doch das ständige Nuckeln verstärkt leider die Wahrscheinlichkeit, lieber Nuckel abgewöhnen!

Schnullerzeit möglichst dosieren

Möchtet ihr also den Schnuller abgewöhnen, empfehlen Ärzte die Entwöhnung „einzuleiten“. Das heißt, der kleine Sauger sollte immer das allerletzte Mittel sein, um ein Kind zu beruhigen beziehungsweise zum Einschlafen zu bringen. Bei Kleinkindern zwischen sechs und zehn Monaten kann der Latex-Nuckler noch erfolgreich gegen ein Schmusetuch oder einen Beißring getauscht werden. Während sich der Abschied bei älteren Kindern deutlich problematischer gestaltet. Beginnt also frühzeitig den Gebrauch von Schnullern zu dosieren, sodass es eurem Kind gar nicht mehr so schwer fällt, wenn Sie ihm den Schnuller abgewöhnen möchten.

Ganz gleich jedoch, wie gut ihr euch auf die Entwöhnung vorbereitet: Es wird eine Herausforderung, die euch Geduld kosten wird. Mit Ritualen könnt ihr versuchen den Abschied vom Schnuller so sanft wie möglich zu gestalten.

3 Tipps zum Schnuller abgewöhnen

1. Bestärkt euer Kind

Bestätigt euren Schatz darin, wie toll es ist, dass schon groß zu sein und seinen Schnuller nur noch selten zu brauchen.

2. Ohne Schnuller sprechen

Getragen stört der Nucki vor allem bei der Sprachentwicklung. Fordert euer Kind daher auf, den Schnuller zum Sprechen aus dem Mund zu nehmen. Meist vergessen Kinder danach, ihn wieder in den Mund zu stecken. Auf diese Weise lässt sich der Schnuller „unbemerkt“ abgewöhnen.

3. Schnuller nur zum Einschlafen

Ebenfalls hilft es den Schnuller sparsam einzusetzen, zum Beispiel als Einschlafhilfe oder als Tröster. So fällt eurem Kind der Abschied wesentlich leichter als bei einem Dauergebrauch des Schnullis.
Schnuller fürs Baby

5 Rituale zum Schnuller abgewöhnen: Den Abschied zelebrieren

Eurem Kind fällt der Abschied weniger schwer, wenn es lernt, den Grund für diesen zu verstehen. Anstatt eurem Kind den Schnuller einfach wegzunehmen, solltet ihr eurem Schatz die Chance geben sich von seinem Schnulli zu verabschieden. Wir verraten euch 5 Rituale, mit denen der Abschied leichter fällt.

1. Schnullerfest feiern

Schnullerfeste sind sehr beliebt: Zu diesem werden enge Verwandte und Freunde eures Kindes eingeladen. Im Mittelpunkt steht die Verabschiedung des Schnullis. Dieser wird gefeiert, weil er seine Aufgabe erfüllt. hat. Er geht nun auf die Reise zu einem Baby, das ihn dringender benötigt. Als Belohnung bekommt euer „großes“ Kind selbst ein kleines Geschenk.

2. Besuch beim Zahnarzt oder Kinderarzt 

Routinebesuche beim Zahnarzt oder Kinderarzt, können genutzt werden, um dem kleinen Patienten gut zu erklären, warum sie für den Schnuller eigentlich schon zu groß sind. Achtet aber darauf, dass euer Kind nicht ernsthaft krank ist und den Schnuller eventuell sogar mehr braucht als sonst.

3. Vorlesen

Lest gemeinsam ein Buch zum Thema „Schnuller abgewöhnen“ oder über die Schnullerfee und sprecht darüber. Bilderbücher und Vorlesegeschichten können eurem Kind helfen, den Abschied vom Schnuller besser zu verkraften. Dazu gehört z. B. das Buch „Ich brauche keinen Schnuller mehr“ (Ravensburger Buchverlag).

4. Die Schnullerfee

Wenn das Kind den Nuckel nur noch zum Schlafen verlangt, kann von der Schnullerfee erzählt werden: Diese Fee sammelt alle Schnuller ein und tauscht sie gegen kleine Geschenke. Gemeinsam mit eurem Kind wird dann ein Päckchen mit allen im Haushalt verfügbaren Schnullern gepackt und weggeschickt. An einem darauf folgenden Tag erhält euer Kind Post von der Schnullerfee mit einem heiß ersehnten Geschenk.

5. Schnuller verschenken

Gibt es in eurem Bekanntenkreis ein neugeborenes Baby, könnt ihr den Schnuller "verschenken". Ihr erklärt eurem Kind, dass Schnullers für Babys sind und der Schnuller an das neue Baby weitergegeben werden soll. Ohne den Schnuller in Wirklichkeit weiterzugeben, wird euer Kind den Umstand verstehen und wahrscheinlich helfen wollen.

Konsequent bleiben

Nicht nur eurem Kind, sondern auch euch selbst fällt der Abschied leichter, wenn ihr konsequent bleiben. Legt einen festen Zeitrahmen fest, in dem der Schnuller vollständig aus dem Kinderzimmer verschwinden soll und haltet an diesem fest. Um euer Kind in Stresssituationen zu beruhigen könnt ihr als Alternative zum Beispiel eine beruhigende Babymassage ausprobieren.

Schnuller abgwöhnen - Alternativen

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