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Ein Musikgarten für das Kind

Nein, es wachsen keine Blumen in diesem Garten. Zumindest keine pflanzlichen. Allerdings kann es sein, dass bereits im den ersten Lebensmonaten im Musikgarten die ersten Samen gelegt werden: Für ein Leben voll Musik. 
Der Musikgarten ist ein musikpädagogisches Konzept, das Kinder vom Säuglingsalter bis zum fünften Lebensjahr begleitet. Die Kinder besuchen die Musikstunden aber nicht alleine: Gemeinsam mit ihren Eltern oder ihren Großeltern werden schon die Babys zum Musizieren angeregt. Es wird gesungen, geklatscht, sich zu der Musik bewegt und Musik gehört. 
Das Ganze findet in Kursen oder kleinen Grüppchen statt. Ziel ist, die Kinder frühmusikalisch zu erziehen, ihre Veranlagungen zu wecken und zu fördern. Mit Musikinstrumenten wie Klanghölzern, Glockenspiel, Rasseln und Trommeln dürfen die Kleinen kräftig musizieren.

Ein Musikgartenkonzept für die frühmusikalische Erziehung

Bei dem Musikgarten wird ganz besonders darauf geachtet, dass jedes der Kinder in seiner individuellen Persönlichkeit verstanden und wertgeschätzt wird. Schon die Allerkleinsten sind von Musik fasziniert und haben eine angeborene Fähigkeit zum Singen und zum rhythmischen Bewegen. Genau hier setzt der Musikgarten an und fördert ohne Leistungsdruck die ganze Persönlichkeit des Kindes.
Die Eltern oder andere wichtige Bezugspersonen sind Teil des Musikgarten Konzepts, um die vorgestellten Musikspiele auch zu Hause nachmachen zu können. So werden die Kinder im Kreise ihrer Familie musikalisch unterstützt.

Unterschiedliche Phasen im Musikgartenkonzept

Häufig sind die Musikgartenkurse in jeweils drei Gruppen unterteilt, damit das Angebot auch zum jeweiligen Entwicklungsstand Ihres Kindes passt. Hier wird unterschieden zwischen dem Musikgarten für Babys (bis 18 Monate), Musikgarten Phase 1 (für Kinder von 18 Monaten bis drei Jahren) und Musikgarten Phase 2 (für Kinder von drei Jahren bis fünf Jahren). Eltern können sich zu Musikgarten-Kursen auch mit zwei oder mehr Kindern anmelden, wenn diese in einer ähnlichen Altersstufe sind. 

Früherziehung in der Musik

Anders als bei dem Musikgarten, findet die musikalische Früherziehung meist ohne Begleitperson statt. Es gibt zwar einzelne Eltern-Mitmach-Stunden aber im Normalfall erlernen die Kinder den Musikunterricht alleine.
Es ist schön und unterstützt das Kind in seiner persönlichen Entwicklung, wenn es schon frühzeitig ein gutes Verhältnis zu Musik, Geräuschen und Klängen aufbauen kann. Viele Eltern schwärmen auch davon, dass sich die Bindung zwischen ihnen und ihrem Kind durch das musizieren im Babymusikgarten gefestigt hat. Alle teilnehmenden Bezugspersonen des Kindes profitieren auch noch auf eine andere Weise von dem Musikgartenkonzept: Sie werden mit dem spielerischen Musizieren vertraut gemacht. Das befähigt sie dazu, die musikalische Erziehung, das Instrumentalspiel und die Gehörbildung ihres Kindes auch in den Folgejahren zu begleiten. 

Wo wird der Musikgarten angeboten? 

Die Musikgarten Kurse werden von unterschiedlichen Einrichtungen angeboten. So können Sie zum Beispiel bei Musikschulen, in Familienbildungsstätten, Sporthallen oder Gemeindezentren einen solchen Musikgarten-Kurs finden. Viele dieser Angebote entsprechen aber nicht unbedingt dem Original Musikgarten von Dr. Lorna Lutz Heyge. Suchen Sie „das Original“, sollten Sie auf das bunte Logo des Musikgartens achten.

Frühe Förderung durch Musik

Gemeinsames Musizieren und Musikhören ist schon für das Baby Nahrung für Körper, Seele und Gehirn. Mit Tönen und Geräuschen lassen sich Baby zum Lachen bringen – mit einem Lied wieder beruhigen. Neugierig reagieren sie auf alles, was rasselt und knistert, leuchtet und klappert. Im Musikgarten wird das Instrumentalspiel und die Gehörbildung spielerisch begonnen und der Weg zu positiver Musikerziehung geebnet. Die frühmusikalische Erziehung hat Auswirkungen auf die Entwicklung von Intelligenz, Kreativität und Sprache von Kindern und regt logisches Denken, das räumliche Vorstellungsvermögen sowie die soziale Kompetenz an.
 

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