Kinderbetreuung

Welche Kinderbetreuung ist für Sie die beste?

Spätestens beim Wiedereinstieg in den Beruf steht sie im Raum: die Frage, welche Kinderbetreuung die beste für Ihren Nachwuchs ist. Ganz gleich, ob Sie ihr Kind zu Hause betreuen, in die Krippe oder zu einer Tagesmutter geben – es muss zu den Bedürfnissen Ihrer Familie passen. Doch welche Betreuungsangebote gibt es überhaupt?

kinderbetreuung in der kindertagesstätte – spaß in der gruppe

Eine Außer-Haus-Betreuung gibt es bereits für die Kleinsten. Mitunter nämlich können Babys schon mit acht Wochen in die „Krippe“ einer Kindertagesstätte gegeben werden. Allerdings nehmen die meisten Einrichtungen „Krabbelkinder“, wie sie dann genannt werden, erst dann an, wenn diese ein Jahr alt sind.

Manche Eltern fürchten, dass es ihrem Liebsten schadet, wenn es schon früh „fremdbetreut“ wird. Es treibt sie die Frage um, ob sie ihr Kleinkind nicht lieber zu Hause umsorgen sollen. Experten sind sich jedoch sicher, dass diese Sorgen unbegründet sind: Schließlich kümmern sich in der Krippe ausgebildete Erzieherinnen um die Kleinsten. Sie schenken ihnen stabile emotionale Bindung und geben Sicherheit. In den kindgerechten Räumen der Kindertagesstätte achten sie auf einen gut strukturierten, verlässlichen Tagesablauf. Die Kinderbetreuer bieten ihren Schützlingen zudem altersgerechte Spiel-, Sing- und Bewegungsmöglichkeiten an. Anders als bei der Betreuung durch Mama zu Hause haben die Kita-Kinder viele jüngere und ältere Spielkameraden. Schon die Kleinsten lernen zu teilen, geduldig zu sein, entwickeln eine hohe Sozialkompetenz. 

Jedoch lässt der Betreuungsschlüssel in der Kindertagesstätte eine individuelle Kinderbetreuung einzelner nicht immer zu. Schließlich kommen auf eine Erzieherin meist bis zu sieben Krippenkinder. Nicht nur für sensible Kleine kann die Größe der Gruppe schnell stressig werden. Eine behutsame Eingewöhnung ist wichtig für den glücklichen Start ins „Krippenkinder-Leben“. Für sie sollte viel Zeit eingeplant werden. 

betreuungszeiten in der kindertagesstätte

In der Regel wird von 9 bis 16 Uhr betreut. Allerdings bieten viele Kindertagesstätten Früh- und Spätdienste an – die Kinder können bereits ab 7 Uhr gebracht werden und bis 18 Uhr bleiben. Für Eltern, die im Schichtdienst arbeiten, reichen diese Zeiten meist nicht. Daher bieten einige Einrichtungen flexible Randzeitbetreuung an. Dabei richten sich die Betreuungsmöglichkeiten nach dem individuellen Bedarf der Eltern, können sowohl früh morgens, spät abends oder während der Nacht in Anspruch genommen werden. 

Was ein Betreuungsplatz in der Kindertagesstätte kostet, kann je nach Bundesland, Kommune und Träger variieren. Auch ist die Beitragshöhe vom Alter des Kindes, der Betreuungsform und -zeit und vom Elterneinkommen abhängig. Allerdings können Eltern die Gebühren in der Steuererklärung als Sonderausgaben geltend machen.

kindertagespflege: das zweite zuhause bei der tagesmutter

Ihr Schatz ist eher schüchtern, kann Lautstärke und Trubel eher schlecht ertragen? Dann kann die Kinderbetreuung durch eine Tagesmutter eine gute Alternative sein. Bei ihr werden Kleinkinder (bis zum Kindergartenalter) mit Familienanschluss umsorgt. Zusätzlich zu ihrem eigenen Nachwuchs darf eine Tagesmutter maximal fünf Mädchen und Jungen betreuen. So kann sie viel individueller auf einzelne Bedürfnisse eingehen als eine Erzieherin in der Krippe.

Weiterer Vorteil: Ein Maximum an Flexibilität! In der Regel können die Kinderbetreuungs-Zeiten maßgeschneidert abgesprochen werden. Klären müssen Sie jedoch, wer bei Krankheit oder Urlaub der Kinderbetreuerin einspringt. Die enge persönliche Anbindung bringt Ihrer Familie vor allem dann Vorteile, wenn Sie mit der Tagesmutter auf einer Wellenlänge sind und sich Ihr Erziehungsstil deckt – sonst sind Konflikte vorprogrammiert. Nachteil der Betreuung durch eine Tagesmutter: Fällt sie durch Krankheit aus, gibt es keine Kindernotfallbetreuung.

Seit 2006 müssen Personen, die eine Betreuungsmöglichkeit als Tagesmutter anbieten möchten, eine entsprechende pädagogische Qualifizierung nachweisen. Diese umfasst beispielsweise den Nachweis erzieherischer Kenntnisse und Fähigkeiten. Darüber hinaus benötigt die Kinderbetreuerin eine Pflegeerlaubnis.

Günstig ist diese Betreuungsmöglichkeit nicht unbedingt. Kostenunterschiede gibt es vor allem bei rein privat finanzierten Tagesmüttern – hier verhandeln Sie als Eltern direkt mit der Pflegestelle. Wird die Kinderbetreuerin dagegen über das Jugendamt vermittelt, hängen die Aufwendungen meist von der Anzahl der Stunden ab, in denen Ihr Kind betreut wird. Grundsätzlich gilt: Bei berufstätigen Müttern und Vätern trägt das Jugendamt die Kosten für diese Form der Kinderbetreuung. Allerdings müssen sich die Eltern abhängig von ihrem Einkommen beteiligen. Genauere Infos und Adressen von Kindertagespflege-Einrichtungen gibt es bei den Jugendämtern.

hilfe bei der suche nach einem betreuungsplatz 

Die Sorge, keine Kinderbetreuung zu bekommen, ist groß. Dabei gibt es Anlaufstellen, die bei der Suche nach einem Platz helfen können:
 
  • Sozialdienste der Gemeinden
  • Wohlfahrtsverbände
  • Bundesverband der Kindertagespflege
Wer trotzdem kein zumutbares Betreuungsangebot ergattert hat, kann beim Verwaltungsgericht seiner Kommune auf Schadensersatz klagen.Denn seit dem 1. August 2013 haben Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Kindertagesstättenplatz oder die Betreuung durch eine Tagesmutter. Mehr Infos hierzu bietet der Deutsche Familienverband (www.deutscher-familienverband.de).

das wichtigste zur kinderbetreuung

Möglichkeiten, Kinder betreuen zu lassen, gibt es einige. Da in vielen Städten ein Mangel an Betreuungsplätzen herrscht, sind viele Eltern froh, überhaupt einen Platz zu bekommen. Wenn Sie jedoch die Möglichkeit haben, aus verschiedenen Angeboten auswählen zu können, sollten Sie alle Vor- und Nachteile abwägen. Nur dann werden Sie genau die richtige Betreuungsmöglichkeit finden, die zu Ihnen und den Bedürfnissen Ihrer Familie passt.
 

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