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Wickeln - Tipps und Tricks für das Windeln wechseln 

Mit dem Windel wechseln ist es wie mit dem Wetter – es gibt die tatsächliche Temperatur und die gefühlte. Manchmal scheint Windel wechseln eine nie endende Aufgabe zu sein. Zumindest anfänglich empfinden es viele Eltern so, wenn Sie alle zwei bis drei Stunden nach dem Stillen Ihr Baby wickeln. Mit dem nötigen Wissen und einigen grundlegenden Wickeltipps werden Sie jedoch Ihr Baby problemlos trocken und zufrieden halten können.

was muss die windel können?

Die Windel hat zwei Aufgaben: Erstens Stuhl und Urin des Kindes aufzunehmen und zweitens die Haut des Kindes so weit wie möglich trocken zu halten. Dies schont die Haut des Kindes, beugt dem Wundsein vor – das Baby fühlt sich wohl.

was Sie zum wickeln brauchen

Wenn sie ihr baby richtig wickeln, benötigen sie:
  • Eine saubere Windel
  • Einen weichen Waschlappen und ein kleines Becken mit warmem Wasser oder ein Feuchttuch
  • Gegebenenfalls Wundschutzcreme
  • Einen Eimer für die alten Windeln

windeln wechseln, so einfach geht's!

  1. Als Erstes muss beim Windel wechseln natürlich die schmutzige Windel entfernt werden. Falls sie nur nass ist, können Sie sofort eine neue Windel anlegen. Falls etwas Urin auf der Haut ist, können Sie ihn mit einem Feuchttuch oder einem warmen Waschlappen abwischen.
  2. Nach einem Stuhlgang wird der Babypopo mit einem Feuchttuch oder einem warmen Waschlappen gereinigt. Seife braucht man dazu in der Regel nicht, es sei denn, das Baby leidet an Durchfall oder der Po lässt sich mit Wasser allein nicht vollständig reinigen.
  3. Verwenden Sie immer nur milde Seife! Anschließend tupfen Sie den Po sanft trocken. Bei ersten Rötungen kann vorsorglich eine Wundschutzcreme dünn aufgetragen werden.
  4. Schließlich können Sie eine saubere Windel unterlegen und Ihr Baby wickeln.

unterschiede beim wickeln zwischen jungen und mädchen

Der Windelbereich der Mädchen muss stets von vorne nach hinten zum Po gewischt werden, damit keine Darmbakterien in die Scheide gelangen. Bei Jungen gilt: Versuchen Sie gar nicht erst, die Vorhaut des kindlichen Penis zur Reinigung herunterzuziehen – dies klappt erst mit etwa drei Jahren. Wenn Sie Ihr Baby wickeln, ist es sinnvoller, dass Sie den Penis mit einem Tuch abdecken. Denn sonst kann es passieren, dass Sie beim Windel wechseln unerwartet nass werden.

die ursachen für wundheit und hautausschläge im windel-bereich

Das haben Sie eventuell beim Windel wechseln schon festgestellt. Babys, die Windeln tragen, sind anfällig für Hautreizungen, die sich durch rote Flecken zeigen, auf deren Berührung die Kinder empfindlich oder sogar mit Weinen reagieren. Sie können mehrere Ursachen haben:
 
  • Die Babyhaut wird zu viel Feuchtigkeit ausgesetzt
  • Darmenzyme im Stuhlgang des Babys
  • Ammoniak, der entsteht, wenn sich Stuhl und Urin vermischen
  • Unelastische Windeln, die Reibungen im Windelbereich verursachen
  • Nahrungsmittel, auf die das Kind allergisch reagiert

so vermeiden Sie hautreizungen und einen wunden baby-po

Glücklicherweise können Sie Hautreizungen auf viele verschiedene Arten vermeiden, wenn Sie Ihr Baby wickeln:
 
  • Wechseln Sie die Windeln oft.
  • Verwenden Sie besonders saugfähige Höschenwindeln.
  • Tragen Sie eine dünne Schicht einer zinkhaltigen Creme auf den Babypo, um die Haut zusätzlich vor Feuchtigkeit zu schützen.
  • Es gibt Windeln, die über einen Streifen mit einer milden Pflegelotion verfügen und die damit einen feinen Schutzfilm gegen Nässe und Reizsubstanzen bilden. Verzichten Sie ruhig mal darauf, Ihr Baby zu wickeln. Lassen Sie es für eine gewisse Zeit jeden Tag ohne Windel herumkrabbeln, damit die Haut atmen kann. Die Luft trocknet die Haut und das Baby wird die „nackte Freiheit“ genießen.

so häufig sollten Sie die windel wechseln

Selbst unerfahrene Eltern wissen nach einigen Wochen recht gut, wann Sie Ihr Baby wickeln müssen. Es gilt aber zu akzeptieren: Babys haben keinen „Urinierrhythmus“. Denn sie haben unausgereifte Blasenmuskeln und können daher den Harn nur relativ kurz halten.

Als Faustregel gilt, dass bei Neugeborenen die Windeln sechs bis zehn Mal innerhalb von 24 Stunden nass sind.

Das klingt nach viel Arbeit. Häufig nasse Windeln bedeuten aber auch, dass Ihr Baby einen guten Stoffwechsel hat und seine Nahrung gut verarbeitet. Je größer das Baby wird, desto seltener müssen Sie seine Windel wechseln. Meistens reicht es aus, wenn Sie kurz nach dem Aufwachen, nach dem jeweiligen Füttern und vor dem Schlafen Ihr Baby wickeln.
 

ein blick in die windel - so erkennen sie gesunden stuhlgang und urin beim baby

In den ersten Tagen nach der Geburt ist die Farbe des Baby-Urins meistens sehr hell. Erst allmählich nimmt er einen dunkleren, gelben Farbton an. Es kann auch vorkommen, dass man in der Windel einen rosafarbenen Fleck findet. Das ist wahrscheinlich konzentrierter Urin, und solange Ihr Baby vier oder mehr Windeln pro Tag einnässt, brauchen Sie sich deswegen keine Sorgen zu machen. Wenn solche Flecken jedoch mehrere Tage hintereinander auftreten oder Sie Blut im Urin oder Stuhl finden, sollten Sie zum Kinderarzt gehen.

Der erste Stuhlgang des Babys ist eine dicke, tiefgrüne oder schwarze Substanz: das sogenannte Mekonium, oft wird es auch „Kindspech“ genannt. Es befindet sich schon vor der Geburt im Darm des Kindes. Oft erschrecken Eltern, wenn Sie Ihr Baby wickeln und die pechschwarze, klebrige Masse überall am Po haftet. Kleiner Tipp: Verwenden Sie zum Reinigen sanftes Babyöl. Und keine Sorge: Sobald das Neugeborene diese Substanz ausgestoßen hat, wird die normale Verdauung beginnen und sein Stuhl wird weicher und heller werden.

Die Konsistenz und Farbe des Stuhls eines Neugeborenen hängt von seiner Nahrung ab. Gestillte Babys haben einen weichen, beinahe flüssigen Stuhl, der wie körniger Senf aussieht. Babys, die bereits zugefüttert werden, haben einen festeren, hellbraunen bis gelben Stuhl. Bei älteren Kindern nimmt der Stuhl die Farbe und Konsistenz ihrer Mahlzeiten an. Einige Kinder haben nach jedem Füttern Stuhlgang, gestillte Kinder haben manchmal aber auch nur einmal pro Woche Stuhlgang. Finden Sie beim Windel wechseln Blut, Schleim oder Wasser im Stuhl, wenden Sie sich an Ihren Kinderarzt. Ebenfalls, wenn Sie feststellen, dass der Stuhl Ihres Babys hart oder sehr trocken ist!

während des windel-wechselns unbedingt beachten

Haben Sie ein wachsames Auge, wenn Sie Ihr Baby wickeln, und lassen Sie es nie unbeaufsichtigt auf dem Wickeltisch liegen! Immer noch passieren viel zu viele Unfälle, weil das Baby vom Tisch rollt und herunterstürzt.
 

Wenn Ihr Baby älter wird, wird es sich beim Windel wechseln stärker bewegen. Es kann dann hilfreich sein, wenn Sie einige seiner Lieblingsspielzeuge zur Ablenkung auf dem Wickeltisch haben. Sie können auch eine Geschichte erzählen oder singen, wenn Sie Ihr Baby wickeln. Kennen Sie Fingerspiele, werden diese auch gerne als Ablenkung angenommen.


 

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