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Schnuller fürs Baby

Der richtige Schnuller für mein Baby: Welcher, wann, wie lange?

Schnuller: Ja oder nein? Daran scheiden sich oft die Geister. Manche Babys scheinen ohne ihren Schnulli oder Nuckel einfach nicht auszukommen. Und bei den Eltern tauchen die Fragen auf, ob das wirklich gut ist für die Minis, welcher Schnuller der richtige ist und wie sie ihren Kleinen das jemals wieder abgewöhnen. Aber eigentlich braucht es gar keine strikte Ja- oder Nein-Entscheidung, sondern es geht vielmehr um das Wann und das Wie.

Babys kommen mit einem Saugreflex und einem natürlichen Saugbedürfnis auf die Welt. Schon vor der Geburt ist auf Ultraschallbildern zu sehen, dass Babys am Daumen lutschen. Dieses Nuckeln bereitet auf das Saugen an Mamas Brust vor. Saugen heißt für das Baby, Essen bei Mama „abzuholen“ – und das ist überlebenswichtig. Das Saugen hat darüber hinaus einen beruhigenden, schmerzlindernden, tröstenden Effekt: Dein Baby fühlt sich sicher und geborgen. Erfahre alles zum Thema Schnuller in unserem Ratgeber:

Schnuller finden

Babys kommen mit einem Saugreflex und einem natürlichen Saugbedürfnis auf die Welt. Schon vor der Geburt ist auf Ultraschallbildern zu sehen, dass Babys am Daumen lutschen. Dieses Nuckeln bereitet auf das Saugen an Mamas Brust vor. Saugen heißt für das Baby, Essen bei Mama „abzuholen“ – und das ist überlebenswichtig. Das Saugen hat darüber hinaus einen beruhigenden, schmerzlindernden, tröstenden Effekt: Dein Baby fühlt sich sicher und geborgen.

Woran erkenne ich, ab wann ich den Schnuller geben sollte?

Wann der richtige Zeitpunkt für den ersten Versuch mit einem Schnuller ist, ist schwer zu sagen. Gerade Neugeborene wollen oft gestillt werden. Aber auch die Mütter brauchen Pausen. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Hebammen empfehlen, ein paar Wochen nach der Geburt abzuwarten, damit sich zunächst das Stillen gut einspielen kann.

Falls der Knirps den Schnuller nicht auf Anhieb annimmt, keine Sorge! Versuche es später erneut. Probiere gegebenenfalls unterschiedliche Formen und Materialien aus. Babys haben in diesem frühen Alter schon ihre Vorlieben und mögen manches mehr, manches weniger.

Eine hundertprozentige Anleitung gibt es leider nicht. Verlasse dich auf dein Bauchgefühl, damit liegst du in den meisten Fällen richtig. Und falls dein Baby den Nucki partout nicht annehmen möchte, dann belasse es dabei und freue dich darüber, dass du eine neue Gewohnheit später nicht mühsam wieder abgewöhnen musst. Ein Schnuller ist schließlich nicht zwingend notwendig.

Schnuller für Neugeborene: Ist das sinnvoll?

Wenn dein Neugeborenes gestillt wird, dann ist es ratsam, nicht direkt den Schnuller zu geben. Dein kleiner Schatz benötigt oftmals nach der Geburt noch etwas Zeit, um sich an das Saugen an der Brustwarze zu gewöhnen. Empfehlenswert ist der Schnuller ab dem Zeitpunkt, an dem sich die Stillbeziehung zwischen Mama und Baby richtig eingespielt hat. Zu frühes Nuckeln am Schnuller kann dagegen zu einer Saugverwirrung führen.

Was ist eine Saugverwirrung?

Wichtig ist, dass du dein Baby nicht überforderst. Muss sich ein Baby ständig auf Brustwarze, Schnuller und Fläschchen neu einstellen, kann es zu einer sogenannten Saugverwirrung kommen. Das Saugen an der Brust und an einem Schnuller unterscheidet sich nämlich dahingehend, wie weit der Mund zu öffnen und wie stark der Kiefer mit beteiligt ist. Die meisten Säuglinge kommen damit gut zurecht, aber manchen bereitet es Probleme. Sprich dazu am besten mit deiner Hebamme oder deinem Kinderarzt – sie werden nützliche Tipps haben.

Welcher Schnuller ist der richtige?

Wer das erste Mal vor einem Regal voll mit Schnullern steht, ist von der Auswahl oft überfordert. Kaum einer hätte geahnt, dass es sich hier um eine „eigene Wissenschaft“ handelt. Doch so kompliziert, wie es auf den ersten Blick scheint, ist es nicht.

Der Beruhigungssauger

Im Prinzip sind alle Schnuller Beruhigungssauger, da sie nicht der Nahrungsaufnahme dienen, sondern dem Zweck, Babys zu beruhigen. Sie imitieren einfach die Mutterbrust, an der sich Babys wohlfühlen. Der Schnuller sollte aber nicht der erste Griff sein, wenn das Kind mal unruhig ist. Wende dich deinem quengeligen Baby zu und schaue, wo der Schuh drücken könnte. Versuche zunächst, deinen Schatz auf andere Weise zu beruhigen. „So wenig wie möglich, so viel wie nötig“, lautet die Devise für den Schnuller-Einsatz.

Die Schnullergröße

Beginne bei einem Neugeborenen mit der kleinsten Größe – Angaben dazu findest du auf der Verpackung. Dort ist vermerkt, für welches Alter der Nucki geeignet ist. Um den sechsten Monat herum wechseln die meisten Eltern auf den nächstgrößeren Schnuller. Insgesamt unterscheiden sich die Größenmodelle von Schnullern zwischen den unterschiedlichen Herstellern. Informationen zu den Alterseinteilungen für die jeweiligen Schnullergrößen befinden sich in der Regel dirkekt auf der Schnuller-Verpackung. Bei Dentistar findest du beispielsweise folgendes Größenmodell für Schnuller:

  • +0 Monate: 0 bis 6 Monate
  • +6 Monate: 6 bis 14 Monate
  • +14 Monate: ab 14 Monate 
Den richtigen Schnuller finden

Die Schnullerform

Symmetrische Schnuller oder runde Schnuller mit einer sogenannten Kirschform haben den Vorteil, dass sie sich dem Mund des Babys anpassen und es keine richtige oder falsche Position bei der Anwendung gibt. Außerdem ähneln sie der mütterlichen Brustwarze hinsichtlich ihrer Form, sodass es meist seltener zu Saugverwirrungen kommt.

Asymmetrische Sauger haben eine flache Form: Die untere Seite ist im Gegensatz zur oberen stärker abgeflacht – dadurch lassen sie der Zunge mehr Spielraum. Nachweislich zahnfreundlich ist zum Beispiel der Beruhigungssauger von Dentistar – denn dieser Beruhigungssauger hat einen extra flachen Schaft und eine zahnfreundliche Dental-Stufe auf dem Sauger. Schnuller wie z. B. der Dentistar-Beruhigungssauer reduzieren die Gefahr von Zahnfehlstellungen erheblich.

Das Schnullermaterial

Schon seit Jahrzehnten werden Schnuller aus Latex beziehungsweise Naturkautschuk hergestellt. Latex ist ein weiches, elastisches und bissfestes Naturmaterial und bringt gute Eigenschaften mit – insbesondere für Babys, die schon Zähne haben. Das Material kann allerdings mit der Zeit durch Lichteinwirkung porös werden. Ist dies der Fall oder verfärbt sich der Latex-Schnuller bzw. verklebt oder verformt er sich, solltest du ihn direkt austauschen. Ansonsten gilt: Einen Schnuller aus Latex wechselt du etwa jeden bis jeden zweiten Monat. Genauso verhält es sich mit einem Silikon-Nuckel – ihn tauschst du ebenfalls alle ein bis zwei Monate aus. Erkennst du am Schnuller aus Silikon dagegen Risse, Löcher oder andere starke Gebrauchsspuren, solltest du einen neuen besorgen.

Bei manchen Schnullern kann in der Produktion der chemische Stoff Bisphenol A verarbeitet werden. Achte vor dem Kauf eines Schnullers darauf, dass dieser Stoff nicht enthalten ist, da er eine gesundheitsschädigende Wirkung haben kann. Das Gute: Die meisten Hersteller verzichten allerdings auf den Einsatz von Bisphenol A, sodass du bedenkenlos zugreifen kannst.²

Führen Schnuller zu Zahnfehlstellungen?

Dies vorweg: Ja, Schnuller können Zahnfehlstellungen begünstigen. Aber nicht zwingend, sondern wie so oft ist auch hier das richtige Maß entscheidend. Solange dein Baby nicht dauerhaft nuckelt, brauchst du dir keine großen Sorgen zu machen. Babys, die einen Schnuller zum Einschlafen und ab und zu zur Beruhigung brauchen, können ihn gern bekommen. 

Behalte die Dauer und die Häufigkeit des Nuckelns im Blick, wenn dein Kind bereits Milchzähne hat. Ständiges Nuckeln kann dazu führen, dass der Schnuller die Zähne nach vorne drückt. Da sich eine Fehlstellung auf die späteren, bleibenden Zähne übertragen kann, solltest du ständiges Nuckeln unterbinden. Frage den Kinder-Zahnarzt deines Babys, wie sich Fehlentwicklungen des Kiefers sowie Fehlstellungen der Zähne am besten vermeiden lassen.

Novatex hat sich dieses Themas angenommen und die Dentistar-Beruhigungsschnuller  mit einer sogenannten Dental-Stufe entwickelt. Diese Stufe sieht aus wie ein Knick, wodurch sich der Sauger zwischen den Zähnen hindurchschlängelt und so den Druck auf Kiefer und Zähne reduziert – und zwar um bis zu 90 Prozent¹ im Vergleich zu herkömmlichen Schnullern. Eine 27-monatige Klinikstudie  bestätigt: 93 Prozent¹ der Kinder hatten keine Fehlstellungen der Zähne. Dagegen bekam jedes zweite Kind, das in der Studie einen herkömmlichen Schnuller benutzte, einen offenen Biss – eine Zahnfehlstellung, bei der die oberen und unteren Schneidezähne nicht richtig schließen. 

Schnuller sterilisieren: Wie pflegst du einen Schnuller richtig?

Schnuller solltest du regelmäßig sterilisieren beziehungsweise auskochen. Wie häufig das nötig ist, hängt vom Alter des Kindes, von dessen Mobilität und von der Aufbewahrung des Schnullers ab. Grundsätzlich gilt: Je kleiner das Baby ist, desto häufiger solltest du den Schnuller sterilisieren – in den ersten sechs Monaten am besten täglich.

Wenn dein Mini schon krabbelt, steckt er sich sowieso fast alles in den Mund, was er in die Finger bekommt. Tägliches Auskochen des Nuckis ist nicht mehr nötig – alle drei Tage reicht. Gründlich abwaschen solltest du den Nuckel trotzdem täglich. Übrigens: Schnuller lassen sich auch innen reinigen. Sauge warmes Wasser ein und spüle damit den Hohlraum aus. Drücke das Wasser anschließend wieder aus dem Schnuller. 

Was sollte ich sonst noch über Schnuller wissen?

Den Schnuller unterwegs sauber zu halten kann eine Herausforderung sein. In einem bestimmten Alter schmeißt dein Baby alles mit großer Freude auf den Boden – gern in hohem Bogen. Führe daher am besten zwei Ersatzschnuller in einer Schnullerbox mit dir.  

Ab wann du deinem kleinen Schatz den Schnuller wieder abgewöhnen solltest, ist davon abhängig, wie intensiv dein Baby „schnullert“. Dies nur zur Orientierung: Ab einem Jahr solltest du reduzieren, mit drei Jahren sollte Schluss sein.

¹ Langzeitstudie der Universität Witten/Herdecke, 2012, n=45
² https://www.global2000.at/sites/global/files/Hintergrundpapier_bisphenol_A1.pdf; https://www.bund.net/themen/chemie/hormonelle-schadstoffe/bisphenol-a/babyschnuller/

 

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