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Das Baby ist sechs Monate

Tolle Entwicklung: wenn ihr Baby sechs Monate alt ist

„Sie werden ja so schnell groß!“ – eine Aussage, die bestimmt auch einmal wehmütig von Ihnen kommen wird, wenn Sie junge Eltern sind. Denn kaum ist Ihr Nachwuchs auf der Welt, wird er gefühlt auch schon langsam flügge. Ein sechs Monate altes Baby zum Beispiel hat schon so viele Entwicklungsschritte hinter sich, es wird immer spannender. Greifen, Umdrehen von der Bauchlage in Rückenlage, Herumalbern – aber auch Fremdeln gehören jetzt zum Repertoire Ihres kleinen Schatzes. Seien Sie gespannt, was dieses Entwicklungsstadium alles mit sich bringt. Es fühlt sich für Eltern an wie Meilensteine.


ist ihr baby sechs monate alt, erwartet sie jede menge spaß

In diesem Alter ist Ihr Baby besonders aufnahmefähig, da seine Sinne inzwischen sehr gut entwickelt sind. Der Hörsinn ist bereits fast so ausgeprägt wie beim Erwachsenen, das Sehvermögen ist ebenfalls weit fortgeschritten. Somit fängt Ihr Baby an, seine Umwelt und die Menschen, die sich mit ihm beschäftigen, viel intensiver wahrzunehmen. Nahezu alles ist spannend und macht Spaß: Wie andere Kinder spielen, zum Beispiel die Geschwister, woher bestimmte Geräusche kommen, was Mama und Papa besonders Lustiges können – zum Beispiel mit Hilfe Blubberbläschen im Wasserglas machen.

Auch erste Erkenntnisse stellen sich ein, dass es zum Beispiel Ursache-Wirkungs-Effekte gibt: Werfe ich einen Gegenstand vor der Nase eines Erwachsenen auf den Boden, hebt dieser ihn wieder auf. Ein sehr beliebtes „Spiel“ in dem Alter. Außerdem wird Ihr Baby immer beweglicher und lernt, sich selbst herumzurollen, denn Nacken-, Arm- und Rückenmuskulatur sind inzwischen immer ausgeprägter, die Füßchen werden immer kräftiger. Ab jetzt heißt es Obacht, denn dadurch vergrößert sich der Aktionsradius des Babys enorm. Immer genau hinschauen, wenn der Sprössling auf erhöhten Flächen wie dem Bett oder der Wickelkommode liegt. 


babys 6. monat: erste kulinarische erfahrungen

Die zunehmende Neugier und die fortgeschrittene Entwicklung der Muskeln im Kiefer- und Gesichtsbereich machen diese Zeitspanne perfekt, um mit Beikost zu beginnen. Nach und nach können Sie Obst und Gemüse in den Speiseplan integrieren. Zum Einstieg eignet sich Brei, zum Beispiel aus Karotten. Die ersten Zähnchen kündigen sich an, das kann Ihr Baby unruhig und weinerlich machen. Beißringe können ihm helfen, die neue Lust aufs Beißen und Kauen zu entdecken und verschaffen ein wenig Linderung.

Der Start mit Beikost wird eine Herausforderung, da zu den frühkindlichen Reflexen Ihres Babys gehört, dass fremde Gegenstände mit der Zunge wieder aus dem Mund geschoben werden – so auch ein Löffel. Die Verknüpfung, dass über diesen Gegenstand Nahrung in den Mund gelangt, muss erst hergestellt werden, der Saugreflex sollte verschwunden sein. Dabei ist es hilfreich, wenn Ihr Nachwuchs mit der ganzen Familie gemeinsam am Tisch sitzt und beobachten kann, was Eltern und Geschwister machen.


bei der baby-entwicklung im sechsten monat ist ihre fantasie gefragt

Sowohl bei der neuen Aufgabe Nahrungsaufnahme als auch beim allgemeinen Bespaßen Ihres Lieblings wird es nun kreativ. Kindergeschirr und -besteck sowie Trinklernbecher animieren Ihr Baby, sich mit der neuen Form des Essens zu beschäftigen. Große Freude hat es auch, wenn Mama oder Papa den leckeren Babybrei auf dem Löffel mit lustigen Flugzeuggeräuschen in den Mund befördern.

Ab sofort ist das ganze Leben eine große Entdeckungsreise: Verschiedene Dinge anfassen, Bälle festhalten, verschiedene Stoffe fühlen, Liedern oder Geschichten zuhören, auf einem Beißring kauen – Ihr Baby ist neugierig und aufnahmebereit und beginnt nun, immer mehr aus seinem Umfeld wahrzunehmen und aktiv einzufordern. Es beginnt, mit Ihnen durch Mimik, Gesten oder Laute zu kommunizieren. All das ist zudem Training von Muskeln, Motorik und Stimme.

Langsam entwickelt sich eine eigene kleine Persönlichkeit, die ausdrücken kann und will, was gefällt und was nicht. Dazu gehört auch das gefürchtete Fremdeln. Wenn es bis vor Kurzem noch problemlos funktionierte, Ihr Kind einer Freundin oder Familienmitgliedern auf den Arm zu geben, kann das jetzt zu Protest und Weinen oder lautem Geschrei führen. Denn in dieser Phase braucht Ihr Baby seine gewohnten Bezugspersonen und reagiert oft empfindlich auf vermeintlich fremde Personen.


baby-entwicklung sechster monat: den richtigen schlafrhytmus finden

Grade haben Sie sich noch gefreut, dass ihr Kind im dritten oder vierten Lebensmonat einen angenehmen Schlafrhythmus gefunden hat, auf den Sie sich einstellen können. Ab dem sechsten Monat kann dieser immer wieder gestört werden.

​​​​​​​Gründe können sein:
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  • Ihr Baby ist krank
  • Sie befinden sich in fremder Umgebung, zum Beispiel bei Oma und Opa oder im Urlaub
  • Der Tag war sehr erlebnisreich und die neuen Eindrücke beschäftigen es im Schlaf weiter
  • Die ersten Zähnchen kommen 
  • Es hat einen Wachstumsschub
  • Es hat einfach Lust, sich jetzt mehr zu bewegen und den neu gewonnenen Aktionsradius zu nutzen
Rituale können dabei helfen, dass Ihr Kind besser einschläft, und sie kennzeichnen auch das Ende des Tages, läuten die Nachtruhe ein. Lesen Sie vielleicht noch etwas vor, erzählen Sie Geschichten, singen Sie ein leises Schlaflied. Das sorgt für Sicherheit und Orientierung.


sechs monate altes baby und die wichtigen entwicklungsbereiche

Wachstum: Gewichtszunahme und Wachsen sind sehr individuell. Im sechsten Lebensmonat liegt das Gewicht bei Mädchen jedoch bei etwa 7.300 g, bei Jungen bei 7.900 g und kann um bis zu 800 g abweichen. Kleidung passt in den Größen 62 bis 74, Schuhe in 15 bis 18. 

Sinne: Hör-, Tast- und Sehsinn werden immer ausgeprägter. Auch weiter entfernte Geräusche werden nun wahrgenommen, Gegenstände in der Nähe gegriffen und ausgiebig untersucht.

Motorik: Ihr Baby kann sich ungefähr jetzt selbstständig aus der Bauchlage in die Rückenlage und wieder zurück drehen, und die Hand-Auge-Koordination wird immer besser.

Sprache: Die sogenannte zweite Lallphase beginnt, in der Sprachlaute aus Babys Umgebung nachgeahmt werden. Brabbeln und Silbenbildung sind jetzt im Kommen, auch einfache Fragen versteht es inzwischen.

Bindung: Ihr Baby fängt an, durch Blicke, Mimik, Gesten und Lautäußerungen kundzutun, was ihm gefällt und was nicht und was es möchte. Fremdeln kann hinzukommen.

Nahrung: Die erste Beikost kommt auf den Speiseplan – in Form von Brei mit dem Löffel oder auch als sogenanntes „Baby-led Weaning“. Bei dieser Methode wird dem Baby ausschließlich Fingerfood gereicht, damit es von Anfang an selbstbestimmtes Essen lernt.

Schlafrhythmus: Insgesamt schläft Ihr Baby rund 14 Stunden über 24 Stunden verteilt. Der genaue Rhythmus variiert dabei von Kind zu Kind teilweise stark.

Medizin: Die U5-Vorsorgeuntersuchung steht an, bei der die altersgemäße Entwicklung vom Kinderarzt kontrolliert wird.


baby-entwicklung im sechsten monat: spannend und höchst individuell zugleich

Viele junge Eltern fragen sich: „Was muss mein Kind im sechsten Lebensmonat können?“ Eine pauschale Antwort lässt sich darauf leider nicht geben. Die Kindesentwicklung ist ausgesprochen individuell und kann sehr unterschiedlich ausfallen. Jungs sind häufig motorisch einen kleinen Schritt weiter, bei Mädchen ist die Sprachentwicklung ein wenig ausgeprägter. Grundsätzlich haben Sie in diesem Lebensmonat alle Möglichkeiten, die Entwicklung zu fördern – mit altersgerechten Spielzeugen, Musik und viel Interaktion durch Versteck-, Kitzel- oder Fingerspiele. Die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt geben Ihnen Sicherheit, dass bei Ihrem Baby alles okay ist, auch wenn das Kind Ihrer Freundin vielleicht für den Moment schon „weiter“ zu sein scheint. Entspannen Sie sich, das kommt alles noch.
 

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