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Ihr Baby ist fünf Monate: Zeit für den ersten Babybrei 

Das Baby ist jetzt fünf Monate alt und beginnt nun schon damit, sich zu drehen, nimmt seine Umwelt aufmerksamer wahr, fängt an, gezielt nach Gegenständen zu greifen und setzt seine Stimme immer mehr ein. Solche riesigen Entwicklungsschritte kosten Kraft – und machen Appetit. Ab diesem Lebensmonat kann daher schon mit der schrittweisen Einführung von Beikost begonnen werden.


Ihr fünf Monate altes Baby dreht sich von alleine in Bauch- oder Rückenlage

Mit fünf Lebensmonaten ist die Entwicklung des Säuglings schon ziemlich fortgeschritten: Vielleicht dreht sich das Baby schon allein von der Bauchlage in die Rückenlage, was den meisten Kindern zunächst leichter fällt als umgekehrt. Bei so viel Bewegungsdrang sollten Sie Ihr Kind nicht mehr unbeaufsichtigt auf einem Sofa, in einem Bett ohne Gitter und schon gar nicht auf dem Wickeltisch lassen – die Sturzgefahr ist einfach zu groß. Durch das Drehen und Robben wird die Muskulatur gekräftigt und das Baby kann sich auch bald schon in Bauchlage auf den Händen abstützen oder auf nur einem Arm, um mit dem anderen nach Dingen zu greifen.

Die Alltagswelt ist jetzt so interessant, dass der Säugling sich nun schon ein bisschen allein beschäftigen kann – mit seinen eigenen Händen, einem kleinen Spielzeug wie etwa einem Stofftier, einem Quietscheentchen oder der Schnullerkette. Es lernt außerdem durch Schauen und Staunen, was so alles im näheren Umfeld passiert. Es möchte jetzt immer öfter lieber in einer aufrechten Position in seinem Kinderwagen umhergefahren werden. Interessant ist oft auch das eigene Spiegelbild – auch wenn das Baby noch nicht weiß, dass es sich selbst entgegenblickt. Auch ein Spiel- und Fühlbuch erregt schon Aufmerksamkeit. Reimen, Vorsingen und kleinen Erzähleinheiten schenkt es ebenfalls schon gern Gehör.
Eigene Sitzversuche unternimmt das Baby, indem es sich aus der Rückenlage zum Sitzen hochziehen möchte, wenn man ihm die Hände reicht. Außerdem kann es den Kopf nun bereits einige Minuten ohne Hilfe halten.


Die Sprache entwickelt sich

Ob Ihr Baby Sie versteht? Zumindest ist es in der Lage, vertraute von fremden Stimmen und einen liebevollen von einem strengen Tonfall zu unterscheiden. Scheuen Sie sich nicht, bei jeder Gelegenheit mit ihm zu sprechen. Das Gehirn ist jetzt dermaßen auf Aufnahme programmiert, dass mit jeder „Unterhaltung“ auch die Sprachentwicklung gefördert wird. Das Baby entdeckt dabei auch seine eigene Stimme und freut sich darüber, sich mit allerlei Lauten mitteilen zu können.


Babys fünfter Lebensmonat: Zeit, die Milchmahlzeiten mit Beikost zu ergänzen

Ihr Kind hat jetzt sein Geburtsgewicht verdoppelt und entwickelt einen immer größeren Appetit. Zwischen dem fünften und siebten Monat ist es daher an der Zeit, Beikost einzuführen. Wann der beste Zeitpunkt für die schrittweise Einführung ist, lässt sich anhand bestimmter Anzeichen festmachen: Der Zungenstoßreflex lässt nach und das Kind steckt sich immer öfter Gegenstände wie beispielsweise Beißringe in den Mund. Auch wenn die Phasen, in denen das Baby ohne fremde Unterstützung sitzen kann, immer länger werden und es offensichtlich Interesse an dem Essen anderer Familienmitglieder hat, bedeutet das, dass es reif für seinen ersten Babybrei ist. Dafür sollte es auch in der Lage sein, mithilfe der Lippen Nahrung vom Löffel zu nehmen.

In der Regel wird zunächst die Mittagsmahlzeit durch Gemüsebrei ersetzt. In der Woche darauf wird der Babybrei mit Kartoffeln ergänzt, in der dritten Woche kommt dann Fleisch dazu. Zwischen dem sechsten und achten Monat gibt es abends einen Milch-Getreide-Brei. Zwischen dem siebten und neunten Monat wird die Milch am Nachmittag durch einen Getreide-Obst-Brei ersetzt. Ab dem zehnten Monat fällt auch die morgendliche Milchmahlzeit weg und es gibt Müsli oder eine Scheibe Brot mit Butter oder Frischkäse. Das ist dann der Übergang zur festen Nahrung. Das Essen darf nun stückiger sein und unterscheidet sich bald nicht mehr so sehr von dem der anderen Familienmitglieder.

Ist das Baby mal appetitlos, ist es vielleicht tatsächlich nicht hungrig oder durstig. Hält die Appetitlosigkeit ihres Babys an oder tritt sie regelmäßig auf, kann es auch gesundheitliche Ursachen haben und der Kinderarzt ist gefragt. 
Zum Trinken ist Wasser ohne Kohlensäure der beste Durstlöscher. Tee sollte nur mal zur Abwechslung oder bei Beschwerden angeboten werden. Dafür eignet sich Fencheltee (hilft bei Blähungen) oder auch Roibuschtee (krampflösend). Je mehr Beikostmahlzeiten die Milch ersetzen, umso mehr braucht das Baby etwas zu trinken. Am besten zu jeder festen Mahlzeit und über den Tag verteilt insgesamt etwa einen halben Liter.


Mit fünf Monaten bekommt das Baby die ersten Zähnchen

Kaut das Baby verstärkt auf Dingen wie einem Beißring herum, produziert es viel Speichel und ist weinerlich, könnte das ein Hinweis darauf sein, dass sich die ersten Zähnchen ankündigen. Meist passiert das auch zu einem Zeitpunkt, da der sogenannte Nestschutz langsam nachlässt. Die Kinder sind damit anfällig für Infekte. Daher treten zusätzlich zu den Zahnbeschwerden auch manchmal Fieber oder Durchfall auf.

Zunächst brechen meist die mittleren unteren Schneidezähne durch. Aber auch hier gibt es individuelle Abweichungen. Ein leichter, gut zu greifender Beißring kann ein bisschen Linderung verschaffen, wenn das Kind offensichtlich Beschwerden hat. Auch ein Besuch beim Kinderarzt in dieser Zeit, um diese Fragen zu klären, kann unterstützen. Ist der erste Zahn durchgebrochen, sollte bereits mit der Zahnpflege begonnen werden. Zwischen dem sechsten und dem zwölften Monat folgen in der Regel die oberen zwei zentralen Schneidezähne. Zwischen Monat neun und 13 bilden sich dann die oberen Vorderzähne. 

Wann sich die Zähne bilden, hängt meist davon ab, wie die Zahnentwicklung bei den Eltern war. Denn diese ist vererblich.


Das Sozialverhalten entwickelt sich und Ihr Kind fremdelt

Hat die Phase des Fremdelns schon begonnen? Falls ja, ist das ein gutes Zeichen! In der Wissenschaft besteht Einigkeit darüber, dass das Fremdeln des Säuglings ein wichtiger Punkt in der gesunden Entwicklung ist. Nicht alle Kinder fremdeln gleich stark. Je nach Temperament wenden die einen lediglich schüchtern den Kopf ab, andere fangen gleich an zu weinen, wenn sich ihnen jemand nähert, der nicht Mama oder Papa ist. Mit seinen Eltern hat das Kind längst einen vertrauten Umgang und eine Form der Verständigung gefunden, die mit Fremden eben nicht so hundertprozentig funktioniert. Das Abweichen von bekannten Mustern erkennt das Gehirn nun langsam. Was gegen das Fremdeln hilft? Trost, Nähe und Geborgenheit seitens der Eltern. Das signalisiert: Wir sind immer für dich da! Und: Auch wenn im fünften Monat kein zwingender Besuch beim Kinderarzt ansteht – wenn Sie unsicher sind, hilft ein Besuch immer.


Wie ist es denn nun mit einem Baby im fünften Monat?

Mit fünf Monaten ist das Baby schon sehr aufgeweckt und neugierig. Es macht jetzt Anstalten, seine Umwelt genauer zu erkunden, indem es anfängt, sich zu drehen, das Köpfchen zu halten und erste Sitzversuche zu unternehmen. Das verbraucht ganz schön Energie. Daher darf nun schon mit der schrittweisen Einführung der Beikost begonnen werden.