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Baby erster Monat

Ihr Baby im ersten Monat: alles über die Entwicklung des Neugeborenen

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Neugeborenen! Ihr kleiner Schatz wird Ihr Leben von nun an gehörig umkrempeln. Erstmal geht es jedoch darum, einander kennenzulernen. Für Sie als Mutter oder Vater ist dabei wichtig zu wissen, welche Bedürfnisse Ihr Kind hat – und wie Sie diesen Bedürfnissen am besten nachkommen.

Bei ROSSMANN Babywelt erfahren Sie alles Wissenswerte über Babys ersten Monat: Wie entwickelt sich der Säugling? Welche Schlafgewohnheiten haben Neugeborene und was gilt es bei der Nahrung zu beachten? Bei allen Tipps und Informationen können Sie sicher sein, dass Ihr Baby Sie ohnehin auf seine Weise bei allem unterstützt. Denn: Es kann schon ziemlich viel. 


baby-entwicklung im ersten monat: das kann ihr kind

Neugeborene bewältigen in den ersten Wochen ihres Lebens schon sehr komplexe Entwicklungsaufgaben. Spätestens bei der Vorsorgeuntersuchung in der Klinik oder beim Kinderarzt werden Sie staunen, was Ihr Kind schon alles kann.

Kurz nach der Geburt hat das Baby bereits einige ausgeprägte Fähigkeiten und Reflexe:
  • Wahrnehmung: Ihr Baby erkennt Sie als Mutter oder Vater und damit als direkte Bezugsperson bereits direkt nach der Geburt an der Stimme. Denn die hat es bereits im Mutterleib wahrgenommen. Mamas Stimme wirkt daher auch beruhigend auf das Baby. Es kann zwar zunächst nur zwanzig bis dreißig Zentimeter weit sehen, doch dafür ist sein Geruchssinn sehr gut ausgeprägt: Es fühlt sich automatisch angezogen vom Geruch der Muttermilch, und sein Mund findet instinktiv die Brustwarzen oder auch den Sauger des Fläschchens. Auch auf Berührung reagiert Ihr Baby stark: Wenn Sie Ihrem Kind über die Wange streichen, dreht es sich vielleicht auch direkt zur Berührung hin. Ebenso kann es den Kopf in Richtung von Geräuschen wenden.
  • Saugreflex: Er ist auch bereits vollständig ausgeprägt, schließlich sichert er dem Kind das Überleben. Saugen beruhigt außerdem. Daher kann ein Schnuller außerhalb der Mahlzeiten hilfreich sein. Das Neugeborene braucht allerdings einige Zeit, bis es den Schnuller nicht versehentlich sofort wieder ausspuckt, sondern länger im Mund behält.
  • Greifreflex: Es wird Sie vielleicht überraschen, dass Ihr Neugeborenes schon ziemlich kräftig zupacken kann. Das liegt am Greifreflex, der evolutionär bedingt ist: Wenn Sie einen Finger behutsam in sein Händchen schieben, wird Ihr Baby diesen fest umklammern. Berühren Sie die Fußsohle Ihres Kindes, werden Sie merken, dass es automatisch die Zehen krümmt.
  • Minenspiel: Manche Kinder sind sogar in den ersten Lebenswochen schon imstande, Ihre Mimik nachzuahmen. Strecken Sie Ihrem Kind einfach mal die Zunge raus – es könnte sein, dass es das dann auch tut. Zwischen der sechsten und achten Lebenswoche entwickelt sich außerdem das sogenannte unspezifische Lächeln. Jeder, der sich dem Baby freundlich nähert, bekommt ein Lächeln geschenkt. 
  • Kommunikation: Blickkontakt ist wichtig für die Entwicklung Ihres Neugeborenen. So nimmt es Sie als Bezugsperson wahr und kann sich orientieren. Es fühlt sich dadurch auch instinktiv wahrgenommen und beschützt. Reden Sie auch viel mit Ihrem Kind. Das gibt ihm Sicherheit und Geborgenheit. Es selbst kann sich auch schon gut verständlich machen – vor allem, wenn ihm etwas fehlt. Ist die Windel voll, hat es Hunger oder Durst, ist ihm zu kalt oder zu warm, fühlt es sich allein oder ist es ihm zu laut, dann schreit Ihr Kind. Dauer und Häufigkeit steigern sich mit der Zeit. Mit etwa sechs Wochen schreien Babys am längsten. Als Mutter oder Vater können Sie Ihr Neugeborenes am besten beruhigen, indem Sie es oft in den Arm nehmen oder es sich einfach nur auf den Bauch legen. Säuglinge beruhigt oft allein schon der Körpergeruch ihrer Mutter.

ihr baby ist ein monat alt: wann hat es hunger und wie viel trinkt es?

Wenn es weint, weil es Nähe braucht oder Hunger hat, sollten Sie so schnell wie möglich auf diese Grundbedürfnisse reagieren. Mit Verwöhnen hat das nichts zu tun. Ihr Baby braucht Nahrung und Zuneigung.

Wenn Ihr Baby Hunger hat, können Sie das als Mutter an folgenden Anzeichen erkennen:
  • unruhige Bewegungen von Kopf und Körper
  • Herausstrecken der Zunge
  • Saugen an den Händen
  • Schmatzen
  • Schreien
Wer stillt, tut dies heute nach Bedarf des Kindes. Es gibt also keine festen Stillzeiten. Wie oft ein Baby trinken will, ist individuell. Das kann zwischen acht- und zwölfmal innerhalb von 24 Stunden sein. Hebammen empfehlen, das Baby jeweils so lange trinken zu lassen, wie es will. Wie hoch der Tagesbedarf eines Neugeborenen insgesamt ist, hängt auch von seinem Gewicht ab. Durchschnittlich trinken Babys ab dem zehnten Lebenstag nach der Geburt ein Sechstel vom Körpergewicht. Bei 3.500 Gramm wären das also 583 Milliliter Milch (50 bis 60 Milliliter pro Mahlzeit). 

Bis sich der Stillprozess zwischen Mutter und Kind eingespielt hat, können bis zu acht Wochen vergehen. Die Hebamme, die Sie in der ersten Zeit nach der Geburt betreut, steht Ihnen beratend zur Seite. Für Flaschenmilch (Pre-Nahrung oder 1er-Nahrung) gelten dieselben Regeln wie beim Stillen. Mit der Milch aus Brust und Flasche werden Hunger und Durst gleichermaßen gestillt. Wasser braucht das Baby nicht zusätzlich. Erst mit Einführung der Beikost sollte es extra Flüssigkeit bekommen.


babys erster monat: wickeln ist unkompliziert

Vor dem ersten Windelnwechseln haben die meisten Eltern Respekt, insbesondere solange der Nabelschnurrest noch nicht abgefallen ist. Doch keine Angst beim Windeln: Tipps und Hilfestellung bekommen Sie als Eltern von der Hebamme, und bald schon wird Ihnen das Wickeln schnell von der Hand gehen.

Im Schnitt braucht Ihr Baby sechsmal am Tag eine neue Windel. Wichtig ist für Sie als Eltern, dass sie richtig sitzt. Dafür sollte zwischen dem Bauch des Babys und der Windel noch ein Fingerbreit Platz sein. Zur Vermeidung eines wunden Pos benutzen Sie am besten zum Saubermachen einen frischen, weichen Waschlappen und lauwarmes Wasser.


erster monat: baby schläft 16,5 Stunden 

Neugeborene schlafen auf Tag und Nacht verteilt im Schnitt 16,5 Stunden, haben aber noch keinen Tag-Nacht-Rhythmus. Ein regelmäßiges Schlafverhalten entwickelt sich ab der vierten bis sechsten Lebenswoche. Nachts schlafen die Babys dann schon länger als tagsüber. Die Schlafgewohnheiten vom Baby sind unterschiedlich. Je öfter das Kind beispielsweise tagsüber ein Nickerchen macht, umso kürzer ist die Nachtschlafphase. Ist das Baby gegen Abend mal wieder müde, sollte es nach einhelliger Auffassung von Psychologen und Kinderärzten nicht bis zum endgültigen Einschlafen herumgetragen, sondern noch halbwegs wach ins Bett gelegt werden. Ein Schlaflied oder auch Händchenhalten sind schöne Einschlafrituale, um dem Kind zu zeigen, dass es nicht alleingelassen wird. Auf einen Schnuller sollten Sie in den ersten Lebenswochen ruhig noch verzichten.

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babys erste wochen: entwicklung in riesigen schritten

Ihr Neugeborenes liegt nicht einfach nur im Bettchen oder an Ihrer Brust, es „scannt“ vielmehr im wachen Zustand permanent seine Umwelt. Und auch sonst ist Ihr Baby ziemlich aufgeweckt: Säuglinge haben von Anfang an Fähigkeiten, die die Natur ihnen zum Überleben mitgegeben hat.

Dazu gehören der Such- und Saugreflex. So wird die Ernährung sichergestellt. Säuglinge trinken, je nach Körpergewicht und individuellem Bedarf, bis zu zwölfmal in 24 Stunden. Geben Sie dem Bedürfnis Ihres Kindes stets nach. Sie können es noch gar nicht „verwöhnen“. Milch zu trinken ist ein Grundbedürfnis – ebenso wie das Getragenwerden. Ihr Baby braucht Ihre Nähe. Suchen Sie Blickkontakt, sprechen Sie mit ihm und berühren Sie es. Das gibt Ihrem Schützling Geborgenheit und Sicherheit, die prägend für sein ganzes weiteres Leben sind. 
 

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