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Für die Babypflege brauchen Eltern vor allem eins: Liebe

Die Haut ist das größte Organ des Menschen. Zwei Milliarden Zellen schützen den Körper vor Krankheitserregern, vor Sonnenstrahlen, davor, dass der Körper austrocknet, auskühlt oder überhitzt. Etwa alle vier Wochen erneuern sich die Zellen. Die zarte Haut des Säuglings ist ganz besonders empfindlich. Sie braucht eine andere Pflege als die Haut von Erwachsenen. Wir sagen Ihnen, was Sie bei der Babypflege beachten sollten.


Öle, Cremes, Puder: Das braucht Babyhaut wirklich

Babyöle, Babypuder, Feuchttücher, Cremes: Es gibt etliche Produkte für die Säuglingspflege. Doch das Wichtigste gleich vorne weg: Bei der Babypflege gilt „weniger ist mehr“. Babys werden außer im Genitalbereich kaum schmutzig, und ihre empfindliche Haut reagiert besonders empfindlich auf Duft-, Zusatz- und Konservierungsstoffe. Am Anfang reicht es, das Kind einmal täglich mit einem Waschlappen und lauwarmem, klaren Wasser sanft abzureiben – besonders hinter den Ohren, in den Arm- und Beinbeugen und in den Hautfalten. Wer sein Baby baden möchte, tut dies in einer extra Babywanne. Einmal die Woche reicht, denn Kinderhaut produziert weniger Talg als die eines Erwachsenen. Seife sollte nicht verwendet werden. Dem Badewasser können Sie als Badezusatz einige Tropfen Mandelöl zusetzen, damit die Haut des Babys nicht austrocknet. Die Temperatur sollte zwischen 35 und 37 Grad liegen. Ein Badethermometer gibt Auskunft, wie warm das Wasser ist. Und damit Ihr Kind nach dem Baden nicht friert, sollte das Badezimmer auf etwa 25 Grad geheizt werden und ein kuscheliges Baby-Handtuch, vielleicht mit Kapuze, bereitliegen. 


Babypflege ist ein schönes Ritual der Nähe und Liebe zwischen Eltern und Kind

Wer möchte, kann sein Baby nach dem Baden eincremen und liebevoll massieren, am besten mit einer nährstoffreichen, rückfettenden Creme mit Mandel- oder Ringelblumenöl ohne zugesetzte synthetische Duft- und Parfümstoffe. Treten kleine Pickelchen auf, sorgen Sie sich nicht. Neugeborenen-Akne ist rund um den dritten Lebensmonat völlig normal und verschwindet meist von ganz allein. Keinesfalls dürfen die kleinen Pickel ausgedrückt werden.


Was tun bei einem wunden Baby-Popo?

So zurückhaltend Mütter und Väter bei der Babyhygiene am Anfang sein dürfen, so wichtig ist die Hygiene im Windelbereich. Wickeln Sie Ihren Säugling viermal, bei besonders empfindlicher Haut bis zu sechsmal täglich. Die Wegwerfwindeln sind heutzutage so beschaffen, dass sie viel Luft an den zarten Babypo lassen. Säubern Sie den Po Ihres Kindes mit einem weichen Waschlappen und lauwarmem Wasser. Und trocknen Sie die Haut danach sorgfältig. Reinigen Sie immer den ganzen Po mit dem Waschlappen, denn der Harnstoff im Urin verteilt sich in der gesamten Windel, die Haut am Po kann darauf mit Rötungen reagieren. Feuchttücher sind praktisch für unterwegs, enthalten aber häufig Duftstoffe, die die Haut Ihres Babys, je nachdem wie empfindlich sie ist, reizen können. Sollte der Babypopo eine wunde Stelle aufweisen, hilft spezieller Windel- und Wundbalsam. Und auch die gute alte Wundschutzsalbe mit Zink kann helfen. Bessert sich ein Ausschlag am Po innerhalb von zwei, drei Tagen nicht, so gehen Sie bitte zum Kinderarzt. Es könnte eine Pilzinfektion (Windelsoor) vorliegen.


Babys Haare waschen? Das hat noch Zeit

Der zarte Haarflaum sollte am Anfang noch nicht gewaschen werden. Es reicht, wenn Sie über die Kopfhaut Ihres Babys sanft mit einer extraweichen Babybürste streichen. Später dann dürfen die Haare mit einem milden Babyshampoo gewaschen werden. Achten Sie darauf, dass Sie es sehr sparsam verwenden. Eine erbsen- bis haselnussgroße Menge reicht. Wer die Haare seines Kindes föhnen will, darf dies tun. Stellen Sie dafür den Föhn aber auf lauwarm und halten Sie rund 30 bis 40 Zentimeter Abstand.


Die richtige Säuglingspflege: So reinigen Sie Gesicht, Nase, Nabel und Ohren Ihres Säuglings richtig

Bei den Ohren dürfen nur die äußere Ohrmuschel und die Hautfalte hinter den Ohren gesäubert werden. Bitte gehen Sie auf keinen Fall mit einem Wattestäbchen in den Gehörgang. Ohrenschmalz hat eine wichtige Schutzfunktion. Er bindet Staub und Dreck, sodass diese nicht in das Innere des Ohres gelangen können. Sollte es eine Überproduktion von Ohrenschmalz geben, so fragen Sie bitte einen Kinderarzt und entfernen das Schmalz nicht selbst. Extradicke Baby-Wattestäbchen können bei der Reinigung des Ohres hilfreich sein, denn sie sind so breit, dass sie nicht in den Gehörgang gelangen können. Die Nase reinigt sich wie die Ohren von selbst. Sollte es nötig sein, so können Sie den Naseneingang mit einem zu einem Zipfel zusammengedrehten, angefeuchteten Taschentuch sanft säubern. Und auch bei der Nabelpflege gilt: Weniger ist mehr. Ist der Nabelschnurrest rund um den fünften bis zehnten Lebenstag abgefallen, so reicht es aus, dafür zu sorgen, dass der Nabel trocken bleibt. Also bitte nicht cremen. Laut Weltgesundheitsorganisation kommt es nur bei 0,2 bis 0,7 Prozent aller Neugeborenen zu Entzündungen. Das Gesicht Ihres Kindes können Sie mit einem lauwarmen Waschlappen säubern. Eine Creme ist in der Regel nicht notwendig.


Baby-Pflegeprodukte im Winter, wenn der Wind eisig pfeift

Ist es im Winter allerdings sehr kalt, so ist eine reichhaltige Wind-und-Wetter-Creme mit hochwertigem Bienenwachs zu empfehlen. Sie pflegt nicht nur die zarte Babyhaut, sondern fungiert auch als Schutzfilm gegen Kälte und eisigen Wind. Vergessen Sie dann auch nicht, die Lippen einzucremen. Die Lippenhaut ist deutlich dünner und benötigt bei extremen Minusgraden ebenfalls Schutz. Kommt dann noch eine Schnupfennase hinzu, kann eine spezielle Nasencreme, zum Beispiel mit Auszügen aus Engelwurz, der gereizten Haut rund um die Nase Linderung verschaffen.

Baby-Pflegeprodukte im Sommer - bei Hitze und Sonne

Sonnenschutz ist extrem wichtig für Kinder. Ob Lotion, Spray oder Creme – es ist egal, welches Produkt Sie verwenden. Wichtig ist ein hoher Lichtschutzfaktor, am besten 30, 50 oder 50+, und bitte verwenden Sie reichlich Sonnencreme. Ein zweijähriges Kind benötigt einen großen, gehäuften Esslöffel voll Lotion. Cremen Sie Ihr Kind etwa 20 Minuten, bevor es in die Sonne geht, ein. Sie haben die Wahl zwischen mineralischen und chemischen Sonnenschutzmitteln. Mineralischer Sonnenschutz legt sich als weißer Schutzfilm auf die Haut und reflektiert die UV-Strahlung. Chemische Sonnencremes dringen in die äußere Hautschicht ein und verhindern so einen Sonnenbrand. Verbinden Sie das Eincremen mit einer schönen Babymassage.

Inhaltsstoffe auf die Sie achten sollten

Ein Tipp noch, wenn Sie Babypflegeprodukte kaufen: Schauen Sie sich die Inhaltsstoffe an. Auf europäischen Kosmetikprodukten muss seit 1997 die Zusammensetzung nach der International Nomenclature of Cosmetic Ingredients (INCI) aufgelistet werden. Die Inhaltsstoffe werden, wie auch bei Lebensmitteln, nach ihrer Konzentration in dem jeweiligen Produkt in absteigender Reihenfolge aufgelistet. So sehen Sie mit einem Blick, ob der Hauptbestandteil, den Sie erwarten, wie Mandelöl oder Engelwurz, auch in nennenswertem Anteil vorhanden ist. Haben Sie ein Kind mit besonders empfindlicher Haut, so ist es ratsam, das Babypflegeprodukt an einer kleinen Stelle, beispielsweise auf dem Arm, auszuprobieren, bevor Sie es für Gesicht oder Körper nutzen. 

Das Motto in der Babypflege heißt: „Weniger ist mehr“. In erster Linie benötigen Eltern zwei Dinge: einen weichen Waschlappen und lauwarmes Wasser.