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Pures Glück – Babys erstes Lächeln

Lächeln ist eine wichtige soziale Kompetenz, die wie eine Art Universalsprache innerhalb der Familie fungiert. Wenn ein Baby zum ersten Mal seine Eltern anlächelt, sind alle Anstrengungen, die der Alltag mit einem Neugeborenen mit sich bringt, auf einen Schlag vergessen. Babys Lächeln wirkt wie Balsam. Doch ab wann lachen Babys?


Schon im Mutterleib erkennbar: das Engelslächeln

Bereits in den ersten Tagen nach der Geburt verziehen Säuglinge ihr Gesicht zu einem Lächeln. Oftmals im Schlaf. Schon im Mutterleib kann ein solches Mienenspiel zuweilen per Ultraschall beobachtet werden. Dieses unbewusste Lächeln, im Volksmund auch Engelslächeln genannt, ist nach Ansicht der meisten Experten auf dem Gebiet der Verhaltensforschung eher eine Muskelkontraktion. Das Kind imitiert also noch nicht seine Bezugspersonen. Daher spricht man in diesem Stadium auch von einem Vor- oder Reflexlächeln.


Ab der sechsten Woche alltäglich: das unspezifische Lächeln

Wenn die Wachphasen zwischen der sechsten und achten Woche länger werden, strahlt Baby immer öfter über das ganze Gesicht. Die Stimmen von Mama oder Papa animieren es dazu. Aber auch jeder andere, der sich dem Kind freundlich nähert, wird mit einem Lächeln von ihm bedacht. Die Fähigkeit zu lachen ist angeboren. Sie lässt sich einem Kind nicht beibringen. Selbst ein blindes Baby kann lachen, ohne dass es ihm antrainiert werden müsste. Doch ab wann lacht das Baby bewusst?


Vom sechsten Monat an exklusiv: das bewusste Lächeln

Im Alter von sechs bis acht Monaten haben sich nicht nur die körperlichen, sondern auch die kognitiven Fähigkeiten des Babys weiter ausgeprägt. Es kann jetzt zwischen vertrauten und weniger vertrauten Menschen unterscheiden. Weniger bekannten Gesichtern gegenüber fremdelt es. Seinen engsten Bezugspersonen dagegen schenkt es jetzt immer öfter ein bewusstes Lächeln. Damit drückt es nicht nur Wohlbefinden aus, sondern macht seinem Gegenüber auch verständlich, dass es sich zugehörig fühlt.

Dieses gewinnende Lächeln, mit dem das Baby nicht zuletzt auch seine Familie an sich bindet, macht auch deutlich, warum wir Menschen überhaupt lächeln: Psychologen sind sicher, dass es sich dabei um ein universelles Kommunikationsmittel handelt. In der Geschichte der Menschheit gehört das Lächeln zu den Urformen der Verständigung. Menschen lächelten, als sie noch keine Sprache zur Verfügung hatten.
 


Von der Geburt ihres Kindes an gilt für Eltern: bitte lächeln!

Zwar ist die Fähigkeit zu lächeln angeboren, doch ist es psychologischen Erkenntnissen zufolge für die emotionale Gesundheit des Kindes von entscheidender Bedeutung, dass Eltern ihr Kind vom ersten Tag an anlächeln – und sein Lächeln erwidern. Wenn Eltern dazu nicht imstande sind, beispielsweise aufgrund einer Depression, kommt dies einer Zurückweisung gleich, wodurch die emotionale Bindung zwischen Eltern und Kind leiden kann. Auch für später gilt: Humor und Lachen schweißt die Familie zusammen – auch und gerade bei Konflikten oder Misserfolgen.


Was bringt ein Kind zum Lachen?

Je nach Alter lachen Kinder über ganz unterschiedliche Dinge: Das Baby reagiert auf Berührungen mit einem Lächeln und begrüßt seine Eltern auf diese Weise. Mit einem halben Jahr ist das laute Lachen für Kinder dann ein Ventil, wenn es beim Toben und Spielen aufregend wird. Etwa beim „Fliegen“ über Papas Kopf oder beim Hoppe-Hoppe-Reiter-Spiel auf Mamas Schoß. Im ersten Moment ist dem Baby zum Schreien oder Weinen zumute, doch dann merkt es schnell, dass gar keine Gefahr besteht und es immer wieder in den sicheren Armen von Mama und Papa landet – das Lachen ist befreiend. Hinzu kommt, dass Papa und Mama selbst laut lachen. Grundsätzlich entwickeln Babys ihren Humor, indem sie sich die Eltern zum Vorbild nehmen. Psychologen zufolge können sie im Alter von sechs Monaten noch nicht allein entscheiden, ob sie etwas lustig finden oder nicht. Die Säuglinge lernen, was lustig ist, vor allem aufgrund der Reaktionen ihrer Eltern.
Im Alter zwischen einem und zwei Jahren etwa entwickeln Kinder dann auch eigenen Humor. Sie finden in dieser Phase vor allem Widersprüche lustig, also wenn sich etwas anders verhält als erwartet. Zum Beispiel wenn sich der große Bruder ein Lätzchen umbindet.

Lächeln ist die schönste Art, sich ohne Worte miteinander zu verständigen. Das Baby nutzt diese Form der Kommunikation schon recht früh. Es bindet damit seine Bezugspersonen an sich. Je öfter sich Eltern und Kinder gerade in den ersten Wochen und Monaten nach der Geburt gegenseitig anlächeln, umso stärker wird das emotionale Band zwischen ihnen.