gemeinsam stark mit bloggern!

Im Fernsehen, in Zeitschriften oder im Internet – überall begegnen uns scheinbar „perfekte“ Stars, Models oder andere Vorbilder, die schnell zum Ideal für das eigene Aussehen werden können. Bei so viel Perfektion ist es nicht immer einfach, mit sich und dem eigenen Körper zufrieden zu sein. Gerade für junge Mädchen ist es deshalb wichtig, das eigene „Ich“ zu stärken und gemeinsam mit anderen positive Momente zu erleben. Dabei haben, neben Müttern und Freundinnen, auch Bloggerinnen eine wichtige Vorbildfunktion.

Beim gemeinsamen Blogger-Workshop von Dove und ROSSMANN am 5. und 6. Juni in Hamburg standen deshalb die Themen Selbstwahrnehmung, Selbstbewusstsein und Vorbildfunktion im Netz im Vordergrund.

gemeinsam ans Werk: Gruppenworkshop mit Bloggern und Coaches

Ganz persönlich starteten die Bloggerinnen in den gemeinsamen Tag: Im Workshop mit Prof. Astrid Schütz und Birgit Berndt erarbeiteten die 19 Teilnehmerinnen, wie unterschiedlich unsere Selbst- und Fremdeinschätzung ausfallen kann, welchen Einfluss die eigene Wahrnehmung auf unser Selbst- bewusstsein hat und wie unser Verhalten auch andere beeinflussen kann. Die spannenden Erkenntnisse und Antworten werden die Bloggerinnen sicherlich noch lange begleiten!

 

Berlinmittemom und lina mallon über das "vorbildsein"

Unsere zwei Bloggerinnen Anna Luz de León und Lina Mallon erzählen, was für sie das Vorbildsein ausmacht:

Anna Luz de León von BerlinMitteMom:
Als Mütter unterschätzen wir oft den Einfluss, den unser Umgang mit uns selbst auf unsere Kinder hat. Wir sehen, wie sie immer selbstständiger werden und meinen, dass wir für unsere Töchter im Teenageralter keine so wichtige Rolle mehr spielen. Aber gerade, wenn es um Themen wie Schönheit, Körperbe- wusstsein und Selbstwertgefühl geht, sind wir für sie der sichere Hafen, ausgestattet mit dem hellen Licht eines Leuchtturms, der auch in der Nacht den Weg weisen kann. Mit einem positiven eigenen Körperbild und Selbstbewusstsein können wir für unsere Teenagermädchen ein starker Gegenpol zu Magerwahn, Selfie-Zwang und Geschlechterstereotypen sein.

 

Lina Mallon:
„Meine Mutter hatte nie das Ziel, meine beste Freundin zu werden – und genau das macht unsere Beziehung auch so perfekt. Sie war und ist einfach nur meine Mama. Für mich war sie immer ein Vorbild, gab mir Halt und Wurzeln, hat mir aber auch meine Grenzen aufgezeigt. Damit hat sie mir genau das gegeben, was es braucht, um selbstbewusst zu sein und vielleicht sogar mal über mich selbst hinauszuwachsen. Sie ist kein Drinking-Buddy, der mit mir um die Häuser zieht – sie ist der Anker, zu dem ich immer kommen kann.“
 

Persönlich oder öffentlich? - die blogger im coaching mit Anke m. leitzgen

Blogger teilen ihre Gedanken, Ideen und Erfahrungen, möchten Andere begeistern und mitnehmen in ihre Erlebniswelt. Die Leser nutzen Blogs nicht um sich zu informieren, sondern auch zur Orientierung und als Inspirationsquelle für das eigene Leben. Aber empfinden sich Blogger überhaupt als Vorbild? Was und wie viel kann und darf ich als Blogger von mir preisgeben – und wo unterscheide ich zwischen privater und öffentlicher Person?
Diesen und ähnlichen Fragen stellten sich die Bloggerinnen im Workshop gemeinsam mit Coach Anke M. Leitzgen.

 

spannende vorträge, tolle impulse, lebhafte diskussionen

Zeit für Impulse: In ihrem Vortrag gab Anna Luz de León (BerlinMitteMom) spannende Anregungen dazu, wie Blogger zu starken Vorbildern werden können. Im Mittelpunkt standen dabei die Fragen „Bin ich ein Vorbild oder ein Abziehbild und wie kann ich typischen Vorbildfallen wie übermäßigem Perfektionismus, einem überbordendem Authentizitätsanspruch oder dem Applausfehlschluss entgehen?“ Das Spannungsfeld von Abziehbild und authentischem, starkem Vorbild gab Anregungen zur lebhaften Diskussion aller Teilnehmerinnen.

 

das ergebnis: eine starke videobotschaft

„Kamera ab!“ hieß es am Ende des spannenden Workshoptages: Gemeinsam erarbeiteten die Bloggerinnen ein Video zum Thema „Vorbild sein“. Als Teil der Aktion „Mehr Mut zum Ich“ gaben sie so ihre Botschaft weiter.