Sympathiesprung für Rossmann
Hamburg/Frankfurt/Neuss. Rossmann ist das Handelsunternehmen mit dem größten Sympathiezuwachs der vergangenen beiden Jahre. Das ist das Ergebnis des Brigitte Kommunikationsanalyse 2010, die Anfang Juni veröffentlich wurde. Unter den 90 abgefragten Handelsunternehmen verbesserte sich Rossmann um 13 Prozentpunkte von 38 auf 51 Prozent. Kein anderes Handelsunternehmen in Deutschland kann einen vergleichbaren Sympathiesprung vorweisen. Die für Brigitte tätigen Marktforscher (MMA, Frankfurt u. Ipsos, Hamburg) erklären dieses Ergebnis vornehmlich mit dem Ausbau und der Pflege des Rossmann-Filialnetzes. Unternehmen, die ihre Marke „von der Wirtschaftskrise unbeirrt ganzheitlich und kontinuierlich führen konnten“, zählten zu den Gewinnern.
Seit 1984 veröffentlicht die Gruner & Jahr-Frauenzeitschrift „Brigitte“ in zweijährigem Turnus die Studie „Kommunikationsanalyse“, die das komplexe Verhältnis von Frauen zu Marken untersucht. Dabei werden werden Bekanntheit, Sympathie und Verwendung von 1.100 Marken aus den Bereichen Mode, Kosmetik, Nahrungsmittel, Handel, Elektro-Hausgeräte und Medikamente analysiert. Basis ist die Grundgesamtheit aller deutschsprachigen Frauen zwischen 14 und 70 Jahren (27,8 Mio.). Zwischen September und November 2009 wurden dazu rund 5.000 mündliche und schriftliche Befragungen durchgeführt.
Erfolgsfaktoren im Handel
Bereits im Mai d.J. konnte Rossmann beim Kunden nachhaltig punkten, als „Öko-Test“ Rossmann zum Testsieger im ersten Branchenvergleich Drogeriemärkte erklärte. Die Öko-Tester aus Frankfurt hatten die Eigenmarkensortimente der vier größten deutschen Drogerieketten verglichen und den Rossmann-Qualitätsmarken insgesamt 19 und damit die meisten „sehr gut“ Bewertungen zuerkannt. Bei dm erhielten 14 Produkte die Bestnote, bei Müller schnitten 13 und bei Schlecker sieben Eigenmarken mit „sehr gut“ ab. Lars-Ulf Bienengräber nannte das Test-Ergebnis „einen ganz großen Erfolg für das Unternehmen“ („Das aktuelle Interview“ S. 7).und eine zusätzliche Motivation fürs RQM-Team, denn man wolle dieses Ergebnis bei zukünftigen Branchenvergleichen wiederholen.
„Es gibt sie noch, die Erfolgsfaktoren im Handel“ attestierte der Markt- und Trendfoscher Dr. Klaus Vossen Rossmann in einer Pressemitteilung zur aktuellen Studie der Unternehmensberatung bbw „Handel und Marke“. Vor allem im Zusammenhang mit emotionalen Komponenten im Verkaufsvorgang habe sich ein Aspekt herausgebildet, der für viele Unternehmen zu einem wahren Verkaufsschlager geworden sei. Wörtlich schreibt der Markt- und Marketing-Experte: „Zahlreiche Handelsunternehmen haben sich selbst zu Marke gemacht. Man denke z.B. an H & M im Bekleidungsbereich, aber auch an Rossmann im Bereich Drogeriewaren. Der Besuch bei Rossmann gerät für viele zumeist weibliche Kunden schon fast zu Sucht. Und das nicht nur bei Sonderangeboten.“ Mit anderen Worten: Erfolg macht anziehend oder - im Falle Rossmann - noch anziehender
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