Schwangerschaft und Alkohol

Schwangerschaft ohne Alkohol!
Schwangerschaft und Alkohol passen nicht zusammen. Denn Alkohol in der Schwangerschaft bedeutet für das ungeborene Lebewesen ein hohes Risiko. Alkohol in der Schwangerschaft geht folgenden Weg: Gelangt das Ethanol, die Hauptsubstanz des Alkohols, vom Darm ins Blut, wird es weiter über den Mutterkuchen und die Nabelschnur zum Kind transportiert. Zusammen mit lebenswichtigen Nährstoffen wird das Ungeborene nun auch mit Schadstoffen versorgt, die seine Leber im Gegensatz zum mütterlichen Organ noch nicht abbauen kann. Insbesondere in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft sind die Organe des Embryos noch nicht vollständig ausgebaut, auch nicht die Leber. Der Alkohol sammelt sich und vergiftet sozusagen den Organismus.
Schäden in der Schwangerschaft durch Alkohol
In der Zeit der Organentwicklung ist der Embryo ausgesprochen empfindlich gegenüber schädigenden Einflüssen, sodass sämtliche Körperzellen bei vermehrtem Alkoholkonsum in der Schwangerschaft Schaden nehmen können. Eine ausreichende Zellentwicklung und -vermehrung wird durch Alkohol in der Schwangerschaft verhindert, sodass sich Gewebe und Organe mangel- oder fehlerhaft entwickeln. Obwohl es im Prinzip alle Organe und Organsysteme des entstehenden Kindes treffen könnte, erleiden das Defizit bei einer typischen Ausprägung eher einzelne Körperteile.
- Schwangerschaft und Alkohol – die Auswirkungen sind verheerend: Kleinwuchs, Untergewicht, Kleinköpfigkeit, mangelnde Muskelentwicklung, typische Gesichtsveränderungen, geistige Entwicklungsverzögerungen und Verhaltensstörungen sind nur einige Beispiele möglicher Schädigungen.
- Fakt ist: Schäden durch Alkohol in der Schwangerschaft bestehen lebenslang.
- Fakt ist auch: Der Konsum von Alkohol in der Schwangerschaft ist eine der Hauptursachen für Fehlbildungen von Kindern, Diagnose FAS oder FES, die schwersten Folgen einer Schwangerschaft mit Alkohol.
FAS und FES

Das Fetale Alkohol-Syndrom (FAS oder auch Alkohol-Embryopathie) ist eine unterschiedlich ausgeprägte Kombination aus diversen Fehlbildungen und Entwicklungsauffälligkeiten bei Kindern alkoholkranker Mütter. Kinder mit dem Fetalen Alkohol-Effekt (FES) wurden während der Schwangerschaft Alkoholeinflüssen ausgesetzt, zeigen aber nicht alle Symptome des FAS. Sie tragen jedoch sehr wohl die Konsequenzen des Alkoholkonsums in der Schwangerschaft - beispielsweise in Form von Lernstörungen, Beeinträchtigungen der Sprachentwicklung etc. Die Zahl der vom Fetalen Alkohol-Effekt betroffenen Kinder wird im Vergleich zum FAS mehr als doppelt so hoch eingeschätzt.

Fazit Schwangerschaft und Alkohol
Von Alkohol in der Schwangerschaft, auch nach dem ersten Drittel, ist ausdrücklich abzuraten! Kein Tabu dagegen ist ein Gläschen alkoholfreier Sekt zum Anstoßen – der schmeckt auch. Mit einem Schuss Saft gibt’s obendrein noch wichtige Vitamine für Sie und Ihr Baby.
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Übrigens:
Eltern, deren Kind in einer „rauschenden Nacht“ z. B. an Silvester gezeugt wurde, brauchen sich keine Vorwürfe oder Sorgen machen: In den ersten 14 Tagen nach der Befruchtung ist der Embryo noch nicht an den Kreislauf der Mutter angeschlossen und nimmt deshalb auch keinen Alkohol aus dem mütterlichen Blut auf. Allerdings macht es bei Kinderwunsch durchaus Sinn, schon im Vorfeld auf Alkohol- und Zigarettenkonsum zu verzichten.

