Die Nabelschnur beim Baby

Bei einem Neugeborenen ist die Bauchnabelwunde ein ganz sensibles Terrain. Damit der Heilungsprozess gut verläuft, bedarf der Nabel einer sorgsamen Pflege. Gut zu wissen, wie Sie mit der Nabelschnur, Babys Bauchnabel und mit einem Nabelbruch umgehen müssen.

„Abgenabelt“

Nabelschnur eines Babys nach der Geburt, Rossmann babywelt Ratgeber Pflege Und Hygiene

Kaum erblickt ein Kind das Licht der Welt, wird es „abgenabelt“. Die Nabelschnur wird dazu abgeklemmt und einige Zentimeter über dem Baby Bauchnabel durchtrennt. Und das völlig schmerzlos, da an der Schnittstelle keine Nerven sitzen. Ein ca. vier Zentimeter langer Rest von der Nabelschnur verbleibt am Bauch des Babys, der in den ersten Lebenstagen eintrocknet. Er wird hart, färbt sich dunkel bis schwarz und fällt in der Regel innerhalb der ersten zehn Lebenstage ganz von alleine ab. Es gibt sogar Babys, die den Rest ihrer Nabelschnur bereits nach zwei bis drei Tagen verlieren. Wie lange es auch dauern mag: Wenn die Nabelschnur abfällt, entsteht eine Narbe, die später zum Nabel wird. Um Infektionen zu vermeiden, ist die richtige Nabelpflege wichtig.

Sorgsame Nabelpflege

Das A und O ist, die Nabelwunde sauber und trocken zu halten, ansonsten wird der Baby Bauchnabel zur willkommenen Eintrittspforte für Krankheitserreger. Deswegen: Vor jeder Nabelpflege gründlich die Hände waschen

Den Nabel einmal täglich mit lauwarmem, abgekochtem Wasser reinigen und anschließend mit einer sauberen Mullwindel vorsichtig trocken tupfen, keinesfalls reiben. Dabei kein Öl und keine Creme verwenden, da diese den Nabel unnötig aufweichen. Beim Wickeln darauf achten, dass die Windel unterhalb des Baby Bauchnabels anliegt. Zum einen bleibt der Nabel dadurch trocken, zum anderen wird dadurch vermieden, dass der Windelrand über den Nabel reibt. Auch niemals versuchen, aktiv Grind aus dem Baby Bauchnabel zu lösen – dies kann zu unnötigen Verletzungen führen. 

Und ein letzter Tipp: Sicherheitshalber sollte Baby erst dann gebadet werden, wenn die Nabelschnur komplett abgefallen und die Narbe verheilt ist.

Nabelbruch

Ein Nabelbruch tritt im Säuglingsalter häufig auf. Er ist das Resultat, wenn sich die Muskelhaut nach der Geburt nicht komplett verschließt. Durch den offen gebliebenen Gewebering am Baby Bauchnabel gelangen nun Teile des Bauchfells und bilden eine kleine Schwellung im Nabel. Das ist der Nabelbruch. Die Schwellung ist in der Regel schmerzlos. Als eindeutiges Zeichen für einen Nabelbruch sollten Sie unbedingt einen Kinderarzt aufsuchen. Nabelbrüche mit einer kleinen Bruchlücke heilen in den ersten vier Lebensjahren in ca. 80 Prozent der Fälle spontan. Da sich ein Nabelbruch im Kindesalter praktisch selten einklemmt, kann der Verlauf in den ersten drei Lebensjahren abgewartet werden. Danach ist mit einem Spontanverschluss meist nicht mehr zu rechnen. 
Es muss operiert werden. 

Ines Kirschner, Kinderärztin, der Expertentipp: zum Thema Nabelschnur Entzündung

Expertentipp: Entzündung

Ines Kirschner, Kinderärztin 

"Eindeutige Symptome für eine Nabelinfektion (Omphalitis) ist ein schmierig-eitriger Nabel, mit umgebender Rötung. Er kann auch leicht vorgewölbt sein. Löst sich der Rest der Nabelschnur nicht bis 14 Tage nach der Geburt, sollte auch unbedingt die Hebamme oder die/der Kinderärztin/arzt sich den Baby Bauchnabel ansehen und eventuell mit einem Silbernitratstift etwas ätzen (tut nicht weh). Auch wenn der Nabel unnatürlich vorgewölbt ist, sollte man unbedingt einen Kinder- und Jugendarzt aufsuchen. Es könnte sich um einen Nabelbruch handeln." 

Weblink

Wer hier das Stichwort „Nabelpflege“ eingibt, findet allerlei Texte bis hin zu Sonderthemen wie den Nabelbruch

Lesetipp

Hier, mein Bauchnabel, Jutta Langreuter/Andrea Hebrock, Ars Edition

 

"Der Nabel der Welt"

Laut griechischer Sage wollte kein anderer als der Göttervater selbst eines Tages herausfinden, wo die Mitte der Erde liegt. Zu diesem Zweck ließ Zeus zwei  Adler von je einem Ende der Welt aufsteigen. Der Ort, wo sich die beiden mächtigen Vögel begegneten – Delphi –, wurde fortan zur „Mitte der Welt“ erkoren und mit dem heiligen Stein „Omphalos“ 
(griechisch: Nabel) 
gekennzeichnet.