Vererbte Allergien
Allergiker Eltern
Das höchste Risiko von 60 bis 80 Prozent hat ein Kind, dessen Eltern beide an der gleichen Allergie leiden. Reagiert nur ein Elternteil allergisch, liegt die Wahrscheinlichkeit bei 50 bis 60 Prozent. Diesem Schicksal muss man sich nicht wehrlos ausliefern, denn ob es zum Krankheitsausbruch kommt, hängt davon ab, wie ein Kind aufwächst.

Vorbeugende Maßnahmen

Wenn die Mutter schon während der Schwangerschaft auf eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung achtet und ihr Baby mindestens sechs Monate stillt, sinkt die Wahrscheinlichkeit wieder, dass das Baby an Allergien leiden wird. Durch verschiedene vorbeugende Maßnahmen lässt sich der Ausbruch der Erkrankung bei Babys, die dieser „Risikogruppe“ angehören, eindämmen. So kann präventiv beispielsweise durch intensive Bettpflege mit längeren Lüftungsintervallen und regelmäßige Reinigungszyklen von Matratze und Bettzeug schon einiges erreicht werden. Auch wer auf spezielle Pflegeprodukte setzt, die keinerlei Konservierungs- und Farbstoffe, Parfüme oder ätherische Öle enthalten, macht einen Schritt in die richtige Richtung. Besonders wichtig ist, dass Eltern auf das Rauchen verzichten und die Wohnung zur nikotinfreien Zone erklären.
Fazit: Wer sich in den ersten Lebensjahren konsequent an vorbeugende Maßnahmen hält, kann das Risiko, dass Kinder an Allergien erkranken, deutlich minimieren.
Die Ernährung

Wurde ein allergiegefährdeter Säugling bis maximal sechs Monate ausschließlich gestillt oder mit einer Milchersatznahrung gefüttert, beginnt der Beikostaufbau. In erster Linie sollte auf eine allergenarme Zusammensetzung und eine schrittweise Einführung – also nur ein neues Lebensmittel pro Woche – geachtet werden.
Die Beikost sollte so einfach wie möglich „gestaltet“ werden. Bei der Ernährung des Babys kommt es weder auf geschmackliche Vielfalt des Essens noch auf die Exotik der Nahrungsmittel an: Ein Säugling benötigt keine Abwechslung in seinem Nahrungsangebot, wie es sich mancher Erwachsener wünscht.

Von jeder neuen Mahlzeit sollte man dem Baby anfangs nur einige wenige Löffel geben. Damit sich das Kind und sein Körper an die neue Mahlzeit gewöhnen können, sollte im Anschluss gestillt oder Flaschennahrung gereicht werden. So wird nun peu à peu, Monat für Monat, eine Breikost anstelle einer Milchmahlzeit gegeben.
Allergie-Symptome

Allergie-Symptome ordnen Ärzte und Fachleute in vier Gruppen. Werden mehrere Allergie-Symptome einer Gruppe bei Ihnen oder Ihrem Kind festgestellt, scheint eine Allergie recht wahrscheinlich zu sein. Wirkliche Gewissheit ergibt aber nur die Untersuchung beim Arzt, denn grundsätzlich kann jedes Symptom auch andere organische oder krankheitsbedingte Ursachen haben.
- Hautrötung und Hautausschlag
- Schnupfen und Niesen
- Juckreiz- Tränende Augen
- Schleimhautschwellung
- Verengung der Atemwege
- Wassereinlagerung in allen Geweben
- Blutdruckabfall

Rote, häufig schuppende oder auch nässende Hautstellen, auf denen sich mitunter kleine Bläschen bilden, die stark jucken, sind u.a. Allergie-Symptome bei Neurodermitis. Mehr über die Allergie-Symptome bei Neurodermitis und die damit verbundenen Hautprobleme finden Sie im Ratgeberartikel „Hautprobleme bei Babys“.
