Babykrankheiten erkennen

Kinder können in jedem Alter krank werden. Einige Beschwerden kommen jedoch zum einen ausschließlich im Babyalter vor, zum anderen können Krankheiten, die für ein älteres Kind harmlos sind, für einen Säugling durchaus gefährlich werden. Weil die typischen Krankheiten Symptome wie beispielsweise ein schreiendes Baby liefern, können wir sie meist rechtzeitig erkennen.

Erste Anzeichen von Babykrankheiten

Wenn ein Baby schreit, signalisiert es, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Und es ist eine Aufforderung an die Eltern, dieses „Unwohlsein“ abzustellen. Das können sie allerdings nur dann, wenn sie wissen, warum ihr Kind schreit.

Ein „schreiendes Baby“ kann verschiedene Ursachen haben: Krankheit, aber auch Unmut, Hunger, Schlaflosigkeit oder Langeweile. Auch die ersten Zähnchen – zwischen dem vierten und siebten Monat – können Anlass für ein schreiendes Baby sein. Wenn das Baby allerdings nicht „zahnt“, ungewohnt viel schreit, weder durch gute Worte noch durch sanftes Wiegen zu beruhigen ist und zudem schlecht trinkt, dann ist davon auszugehen, dass tatsächlich eine Erkrankung vorliegt. Vor allem in Kombination mit erhöhter Temperatur oder gar Fieber. Auch ein Kind, das apathisch und antriebslos in seinem Bettchen liegt, „brütet“ womöglich etwas aus. Ebenso kann ein Infekt zugrunde liegen, wenn das Baby nicht zunimmt.  

Weil Krankheiten Symptome liefern, können wir anhand der Summe klar erkennen, woran unser schreiendes Baby leidet. Typische Babykrankheiten lassen sich damit schnell erkennen. Es gibt gar nicht so viele Babykrankheiten, wie wir meinen.

Die häufigsten Babykrankheiten im Überblick:

Erkältung 

Häufig nur erhöhte Temperatur beziehungsweise leichtes Fieber, verstopfte Nase, Schnupfen (Verlinkung „Kleine Schnupfnasen). Ein Säugling kann nicht, wie Erwachsene, bei verstopfter Nase bewusst durch den Mund atmen; damit wird ein kleines Problem schnell zu einem großen, denn der Säugling kann nun schlecht trinken und schlafen.

Baby mit Tränen in den Augen


Mittelohrentzündung

Fieber, Unruhe, möglicherweise wirft das Baby den Kopf hin und her, eventuell Ausfluss aus dem Ohr. Häufiges Anfassen der Ohren. Oft geht ein Schnupfen einer Ohrentzündung voraus.

Dreitagefieber 

Plötzlich hohes Fieber, nach drei Tagen Ausschlag und kein Fieber mehr.

Schmerzhafte Blähungen und Koliken 

Ein schreiendes Baby in den späten Nachmittags- und Abendstunden, geblähter Bauch, hörbare Blähungen, angezogene Beinchen.

Magen-Darm-Infekt

Erbrechen, Durchfall (oft sehr übelriechend), bei starkem Flüssigkeitsverlust Teilnahmslosigkeit und Apathie, Fieber möglich. Meist nur geringe Gewichtsabnahme.

Nahrungsmittelunverträglichkeit 

Erbrechen und/oder Durchfall, immer wenn das Baby mit einem bestimmten Nahrungsmittel gefüttert wurde. Hautausschlag und Bauchschmerzen möglich, eventuell Blut im Stuhl.

Harnwegsinfektion

Häufig nur Fieber als Krankheitszeichen, Unruhe, Blässe.

Baby mit Fieberthermometer

Expertentipp: Symptom Fieber

Dr. med. Markus Sandrock, Kinderarzt aus Saufen

"Bei einem Baby ist Fieber oft das einzig zuverlässige Anzeichen für eine Erkrankung. Deshalb sollte – gerade bei Säuglingen, bei denen die Temperatur sehr schnell über 39 Grad Celsius steigen kann – immer eine Hebamme oder ein Arzt informiert werden. Neugeborene und kleine Säuglinge dagegen bieten bei Krankheiten als Symptome häufig nur ein blass-graues Hautkolorit, kalte Händchen und Füßchen oder Trinkschwäche und Apathie. Auch hier sollte unbedingt schnell ärztlicher Rat gesucht werden."

Bildnachweis: © Hannes Eichinger, bilderbox – Fotolia / VladGavriloff – Shutterstock

 

Weblinks

 Mehr Informationen zur Gesundheit des Kindes

 Wenn Krankheiten Symptome zeigen, hilft auch 

Lesetipps

"Das große Buch der Homöopathie", sanfte Selbsthilfe für die ganze Familie mit ausführlicher Darstellung aller Krankheiten-Symptome, Dr. med. K. Wachter, C. & L. Sarkady, Compact Verlag 

Sie haben ein schreiendes Baby und wissen nicht mehr weiter? Dann kann das Buch helfen: Das glücklichste Baby der Welt: So beruhigt sich Ihr schreiendes Kind - so schläft es besser,
Dr. Harvey Karp,
Goldman Verlag

Unser Tipp

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  2. Kleine Schnupfnasen
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